Der Vorentscheid für den Eurovision Song Contest geht in eine neue Runde – mit dabei sind dieses Jahr Joco, bestehend aus den Schwestern Josepha und Cosima aus Hamburg.
Wir trafen die beiden kurz vor Tour- und ESC-Action im Frauenmusikzentrum Ottensen.
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Wenn ich mit meiner Schwester Musik mache, verschmelzen wir“, sagt Josepha, die jüngere Hälfte des Duos Joco. Und ihre ältere Schwester Cosima bestätigt „Wir haben früh gemerkt, wie krass verbunden wir sind und das wir ähnlich fühlen, da war es das einzig logische, zu zweit eine Band zu gründen!“ Gemeinsam Musik machen sie schon immer, erzählen die beiden. Zuhause hatten sie alle möglichen Instrumente herumstehen, es war ganz normal gemeinsam Musik zu machen. So machten beide ihre Leidenschaft zum Beruf und absolvierten ein Studium am Konservatorium in Amsterdam, Cosima wählte Klavier und Josepha Gesang. In Hamburg folgte noch der Abschluss des renommierten Popkurses an der Hochschule für Musik und Theater. Auf der Bühne sieht man die beiden als reines Duo, Josepha spielt Schlagzeug, Cosima Klavier und dazu kommen ihre beiden Stimmen, „zweistimmig zu singen war ja schon immer unsere große Leidenschaft!“ so Cosima. Und besondere Stimmen brauchen ein besonderes Umfeld, damit sie optimal erklingen können. „Wir waren auf der Suche nach einem Raum der unsere Zutaten, Schlagzeug, Klavier und unsere beiden Stimmen nochmal größer macht…und dann stand Abbey Road im Raum!“

„Horizon“ heißt das Album der Beiden. Sony Music, 14,99 €

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Dank der Kulturförderung ITZEtalent aus Itzehoe konnten die beiden schließlich ihr Debüt-Album in den berühmten Studios in London mit Steve Orchard, dem Produzenten von Paul McCartney, aufnehmen. Dieser hat nun auch den neuen Song „Full Moon“, den Joco für den ESC-Vorentscheid aufgenommen haben, mitproduziert. Wir kamt ihr denn überhaupt zum ESC-Vorentscheid? „Das war eine Riesen-Überraschung, als wir vom NDR einen Anruf bekamen und gefragt wurden, ob wir uns vorstellen könnten, anzutreten. Wir haben dann kurz überlegt und dann ‚Ja‘ gesagt!“ lacht Cosima. Angst haben die beiden nach dem Vorjahres-Drama aber gar nicht, ganz im Gegenteil. „Wir freuen uns total, dass wir unseren neuen Song vor solch einem Riesen-Publikum vor Ort und am Fernseher live spielen dürfen, das ist einfach eine große Möglichkeit“, erzählt Josepha. „Wir haben irgendwo gelesen, dass wir Außenseiter-Chancen haben, das klingt doch ganz gut, wir sind gern die Außenseiter!“ Inwieweit das stimmt oder Joco mit ihren indie-folkigen Popsongs, berührenden Stimmen und persönlichen, eigens geschriebenen Texten doch ganz vorne mit dabei sind, wird sich dann am 25. Februar zeigen. Dann findet der ESC-Vorentscheid mit insgesamt 10 Künstlern in Köln statt, wieder moderiert von Barbara Schöneberger. Das Erste überträgt das Ganze live ins TV.Warum Joco dann als Gewinner nach Stockholm fahren sollten, fasst Josepha wie folgt zusammen: „Unsere Musik ist unser komplett eigens Geschaffenes. Ich glaube, dass merkt man uns auchan, authentischer geht’s einfach nicht!“

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Beitragsbild: Sony Music_B.Schnermann

Milena

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