Der in Winterhude ansässige Goldbekhaus e.V. ist Gewinner des diesjährigen Werner-Otto-Preises der Alexander Otto Sportstiftung. Der Preis wird seit 2011 an Projekte verliehen, die zur Inklusion und Förderung behinderter Menschen im Sport beitragen und sich zur Nachahmung empfehlen.
_________________________________________________________________________________________________________

Vor rund 120 Gästen aus Hamburgs Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien wurde gerade im Hamburger Rathaus der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Werner-Otto-Preis von der Alexander Otto Sportstiftung auf einem Senatsempfang verliehen. Neben den beiden Stiftern Dorit und Alexander Otto waren auch einige Mitglieder des Stiftungskuratoriums anwesend, wie etwa der Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG Dietmar Beiersdorfer, Sportstaatsrat Christoph Holstein, Tennislegende Michael Stich, der Präsident der Hamburg Freezers Dr. Andreas Mattner und die Paralympic-Siegerin im Rollstuhlbasketball Edina Müller. Die 32-Jährige war darüber hinaus auch Jury-Mitglied des Preises und durfte die Laudatio für die Sieger halten: den Verein Goldbekhaus, der für sein Projekt „All inclusive“ ausgezeichnet wurde. Das ermöglicht geistig und körperlich behinderten Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren die Ausübung der Trendsportart Stand Up Paddling (SUP). Innerhalb gerade einmal eines halben Jahres haben 300 SportlerInnen von dem bislang einzigartigen Projekt profitiert. Die Macher waren überrascht und begeistert zugleich, vor allem auch über das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro.

„Es ist für uns eine große Ehre und ein tolle Anschubmöglichkeit, denn es gibt Aspekte, die bisher noch nicht berücksichtigt werden konnten. Etwa die Möglichkeit mit einem Rollstuhl auf ein SUP-Board zu fahren. Der entsprechende Umbau des Anlegers und eine zusätzliche Lagermöglichkeit für die größeren Boards wären nun möglich. Genau wie der Ausbau stark nachgefragter Angebote“, erklärt Projektleiter Jan Knackstedt.  Er war nicht der einzige, der sich freuen durfte, denn es gab drei weitere „Anerkennungspreise“. Der Alster-Ruderverein Hanseat von 1925 e.V.  erhielt 7.000 Euro für seine 2015 eingerichteten inklusiven Ruderangebote für sehbehinderte und blinde Menschen. Je 4.000 Euro gingen an die Circusschule TriBühne für ihr Projekt „TrilleFix“, eine inklusive Integrationsgruppe die Kindern und Jugendlichen zirkusreife Künste beibringt und an den Deutsche Rollstuhl-Verband e.V., für sein Angebot „Rollstuhlsport macht Schule“, das SchülerInnen den Rollstuhlsport näherbringt und spielerisch Barrieren abbaut.  „Auch in diesem Jahr sind zahlreiche Projekte eingereicht worden, die einen wichtigen Beitrag zur Inklusion im Hamburger Sport leisten. Dabei haben uns vor allem die Kreativität und das ehrenamtliche Engagement beeindruckt, mit dem die Projekte realisiert werden. Sie zeigen zugleich, dass der Behindertensport immer größere Aufmerksamkeit erfährt“, erklärte Unternehmer und Stifter Alexander Otto abschließend

Beitragsbild: Ausgezeichnete Inklusions-Förderer: Meggi Krieger, Jan Knackstedt, Kathrin Friedrich und Suse Hartmann vom Goldbekhaus e.V. mit ihrer Laudatorin Edina Müller, Paralympics-Goldmedaillengewinnerin (2012) und Jury-Mitglied des Werner-Otto-Preises (v.l.).
Text: Kai Wehl

Fotos: Kai Wehl

Über den Autor

Hinterlasse eine Antwort