Was tun bei Flugangst?

Ein wunderschöner Ausblick aus dem Flugzeug. Wir verraten euch, wie ihr euch im Flugzeug wohl fühlen könnt! Foto: Petra Schmidt / pixelio.de

Ein wunderschöner Ausblick aus dem Flugzeug. Wir verraten euch, wie ihr euch im Flugzeug wohl fühlen könnt!
Foto: Petra Schmidt / pixelio.de

Der Sommer ist endlich da und damit auch die Urlaubszeit. Viele traumhafte Ziele sind am einfachsten und schnellsten mit dem Flugzeug zu erreichen. Doch was, wenn man unter Flugangst leidet?

Wir haben ein paar Tipps und Tricks, die euch helfen, damit ihr die Stunden im Flieger nicht als Qual empfindet!
Über 60 % der Fluggäste sitzen nicht komplett entspannt an Bord. Sie fühlen ein leichtes Unbehagen, Angst oder manchmal sogar Panik. Was kann ihnen helfen?

Ich persönlich fliege gerne, kann es aber verstehen, wenn Mitmenschen unter Flugangst leiden – so ganz ohne festen Boden unter den Füßen kann schon mal ein mulmiges Gefühl im Magen entstehen.

Die Ursachen für Nervosität vor dem Fliegen oder währenddessen können vielschichtig sein. So kann eine Platzangst dazu führen, dass man sich vor der Enge im Flieger und zusätzlich vor der röhrenartigen Form dessen fürchtet. Andere Passagiere können die völlige Abgabe der Kontrolle an den Piloten nur schwer meistern, außerdem ist bei vielen Fluggästen die Angst vor einem Unglück präsent. Diese Angst kann von der Furcht vor starken Turbulenzen bis hin zu einer Angst vor dem Absturz des Flugzeugs führen.

Grundsätzlich schützen Ängste vor unnötigen Risiken. Bei der Flugangst handelt es sich allerdings um eine irrationale Form der Angst. Flugzeuge bleiben nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel. Doch Statistiken können den Betroffenen vielmals nicht gegen das ungute Gefühl helfen – verständlicherweise.
Kommt es zur Angst im Flugzeug, wird das vorhandene Stressgefühl von einigen Symptomen begleitet. Starkes Schwitzen und eine verkürzte Atmung können häufig auftreten – eine typische Reaktion bei Stress, nicht nur im Flugzeug. Jedoch kann die Wahrnehmung der Symptome die Lage noch verschlimmern und die Angst vergrößern.

Bei Engegefühlen im Flugzeug helfen Atemübungen und progressive Muskelrelaxation. Foto: RainerSturm / pixelio.de

Bei Engegefühlen im Flugzeug helfen Atemübungen und progressive Muskelrelaxation.
Foto: RainerSturm / pixelio.de

Wichtig ist jedoch, weiterhin zu fliegen – die Angst wird nur größer, wenn man sich nicht mit ihr auseinandersetzt. Außerdem steigen bei jedem gemeisterten Flug die positiven Erlebnisse – diese Erlebnisse solltet ihr euch, falls ihr betroffen seid, im Nachhinein noch einmal bewusst machen. Sie können helfen, demnächst ruhiger und gelassener ins Flugzeug zu steigen.

Eine Möglichkeit, den Flug angenehmer zu überstehen, bieten z.B. Sitzplätze mit mehr Beinfreiheit – hier fühlt man sich nicht so eingeengt. Außerdem sollten Betroffene nicht zögern, Flugbegleiter anzusprechen. Sie sind im Umgang mit Menschen, die unter Flugangst leiden, geschult und versuchen ihnen den Flug so angenehm wie möglich zu gestalten.
Gegen unbekannte oder unangenehme Geräusche des Flugzeugs helfen Kopfhörer – oftmals bieten Fluggesellschaften ein Bord-Entertainment an, das sich gut zum Ablenken eignet. Ansonsten hilft ja immer noch gute Musik!

Auch bei akuter Panik können einige Entspannungstechniken helfen. So hilft es, mehrmals hintereinander tief ein- und auszuatmen, dadurch kann man seine Atmung beruhigen. Zur Entspannung eignet sich außerdem die „progressive Muskelrelaxation“. Dabei spannt ihr einzelne Muskelgruppen für circa zehn Sekunden an und lasst sie dann abrupt wieder los. Dies kann man mit Beinen, Oberkörper, Armen und Gesicht machen. Der Unterschied zwischen gezielter Anspannung und gefühlter Entspannung kann euch helfen, unangenehme Verspannungen zu lösen. Wer sich auf die Übungen und die richtige Atmung konzentriert, ist außerdem von seiner Angst abgelenkt.

Wenn die Angst sehr stark ausgeprägt ist, sollte man einen Arzt aufsuchen. Eventuell liegt eine Angststörung vor, die therapeutisch behandelt werden muss. Außerdem bieten viele Fluggesellschaften Seminare an, bei der auf technische und psychologische Aspekte der Angst eingegangen wird; am Ende des Seminars findet oft ein Flug in Begleitung von Psychologen statt.

Quelle: ADAC

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