Warum Grauen Star operieren?

Expertentipp von Kerstin Georg, leitende OP-Schwester im AOZ (Augen Operationszentrum Hamburg)

Beim Grauen Star (Katarakt), einer altersbedingten Trübung der Augenlinse, die mit einem Verlust der Sehschärfe meist jenseits des 65. Lebensjahres einhergeht, wird diese, weil oft erst ein Auge betroffen ist, zunächst nicht bemerkt. Die Diagnose wird unter Ausschluss anderer Augenkrankheiten durch den Augenarzt gestellt. Ein Grauer Star sollte, um das Risiko für den Patienten zu minimieren, möglichst frühzeitig operiert werden – die Behauptung, der Star müsse erst reifen, trifft eher nicht zu. Bei der Katarakt-Operation, der am häufigsten durchgeführten Operation in Deutschland, wird ambulant und unter lokaler Betäubung die trübe Augenlinse nahezu schmerzlos entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Durch vielfältige Möglichkeiten kann mit Spezialverfahren eine nahezu völlige Brillenunabhängigkeit erreicht werden.

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