Unerfüllter Kinderwunsch: Auch in Hamburg ist jedes 10. Paar betroffen

15 bis 20 Prozent der deutschen Paare werden nach einer Kinderwunschbehandlung tatsächlich Eltern.

15 bis 20 Prozent der deutschen Paare werden nach einer Kinderwunschbehandlung tatsächlich Eltern.

Eine Familie zu gründen, gehört für die große Mehrheit der Deutschen nach wie vor zum festen Lebensplan. Doch für immer mehr Paare ist der Weg zum Wunschkind alles andere als leicht. Einer Studie des Bundesfamilienministeriums zufolge ist bereits jedes zehnte Paar ungewollt kinderlos. „Neben der psychischen Belastung, die der unerfüllte Kinderwunsch mit sich bringt, kann für viele Paare auch der finanzielle Aspekt zum Problem werden“, meint Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Unterstützung von der Krankenkasse
Denn seit 2004 tragen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nur noch 50 Prozent der Kosten für eine künstliche Befruchtung, und das bei maximal drei „Versuchen“. Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge sind jedoch häufig mehr Behandlungszyklen nötig. Nach drei Versuchen dürfen sich statistisch gesehen 47 Prozent der Paare über Nachwuchs freuen. Bei durchschnittlich mehr als 2.000 Euro pro Behandlungszyklus werden schnell hohe Summen fällig. Einige Krankenkassen beteiligen sich über die 50 Prozent hinaus an den Behandlungskosten, manche übernehmen sie unter bestimmten Voraussetzungen sogar komplett. „Ganz wichtig dafür ist, dass der Behandlungsplan vor Beginn der Therapie zur Genehmigung eingereicht wird“, sagt Melanie Gestefeld von der IKK classic. Weitere Informationen: www.ikk-classic.de/kinderwunsch.

Wenn das Baby auf sich warten lässt
(djd). Ungewollt kinderlos – dafür gibt es viele Gründe. Häufig liegen hormonelle Störungen, aber auch Veränderungen an Eierstöcken oder Gebärmutter vor. Durchgemachte Kinderkrankheiten wie Mumps (beim Mann) sowie ein ungesunder Lebensstil können ebenfalls die Ursache sein. Lässt eine Schwangerschaft länger als ein Jahr auf sich warten, sollte nach den Ursachen geforscht werden, raten Mediziner. Denn je jünger beide Partner bei der Kinderwunschbehandlung sind, desto größer sind die Erfolgschancen. Weitere Informationen: www.ikk-classic.de/kinderwunsch.

Foto: djd/IKK classic/thx
Quelle: IKK classic, Dresden
Autorin: Kaja Weiss

Über den Autor

Hinterlasse eine Antwort