In Afrika aufgewachsen, fühlt sich Profitänzerin Motsi Mabuse mittlerweile pudelwohl in Deutschland. Es war ein langer Weg, um das zu erreichen, wovon viele träumen. Doch sie hat es geschafft und sich einen Namen im Show-Business gemacht. Wir sprachen mit ihr über ihre Karriere und ihren größten Wunsch.

Es war nicht immer leicht, aber sie kämpfte für ihren Wunsch und ist mittlerweile ein echter TV-Star. Foto: Motsi Mabuse

Es war nicht immer leicht, aber sie kämpfte für ihren Wunsch und ist mittlerweile ein echter TV-Star.
Foto: Motsi Mabuse

HAMBURG WOMAN: Sie sind leidenschaftliche Tänzerin, wann haben Sie angefangen und wann wussten Sie, dass Sie es beruflich machen möchten?
Motsi Mabuse: Ich habe, so lange ich mich erinnern kann, immer getanzt. Ich habe mich leidenschaftlich bewegt und gespürt, wieviel Freude ich empfinde, wenn ich tanze und mit dem Partner und der Gruppe unterwegs bin. Schon als Kind habe ich sehr intensiv getanzt und als ich später zur Uni gegangen bin, um eigentlich mein Jura-Studium zu verfolgen, habe ich gemerkt, dass ich eher tanzen möchte und das als Beruf ausüben möchte. Dafür habe ich das Studium dann aufgegeben.
Die Teilnahme an „Let´s Dance“ brachte Ihnen Berühmtheit in Deutschland. Und dann wurden Sie Jurorin. Was gefällt Ihnen so an dem Format „Let´s Dance“?
Ich finde es gut, weil das Format für die ganze Familie geeignet ist. Es ist was Positives. Man sieht, dass man mit viel Arbeit was erreichen kann. Die Prominenten, die mitmachen, möchten was erreichen. Sie erlangen ein neues Körpergefühl und nehmen oftmals ab. Letztendlich gewinnt der Beste bei „Let’s Dance“ und nur die Leistung zählt. Am Ende können sie stolz auf sich sein und können was. Deswegen bin ich sehr stolz ein Teil von „Let’s Dance“ zu sein. Es hat einen positiven Effekt für alle und ist keine Castingshow, bei der man nach ein paar Wochen nicht mehr hört, wer der Superstar ist. Bei uns geht es einfach um Musik, Leistung und Bildung und das finde ich gut. Zumindest körperliche Bildung (lacht).
Bevor Sie in Deutschland berühmt wurden, bzw. hier lebten, wohnten Sie in Afrika. Wieso sind Sie nach Deutschland gekommen und wie war das für Sie?
Ich bin nach Deutschland gekommen, weil es hier viele Möglichkeiten für mich als Profi-Tänzerin gibt. Ich habe damals meinen Mann kennengelernt und er hat zu mir gesagt: „Komm, wir gehen zusammen nach Deutschland. Es ist ein toller Ort und wir können zusammen sein“. Daraufhin dachte ich, ich probiere es ein Jahr aus und gehe dann zurück, um weiter zu studieren. Aber dann bin ich irgendwie hier hängen geblieben.
Wohnen Sie hier in Hamburg?
Nein ich wohne in der Nähe von Frankfurt.
Trotzdem sind Sie häufiger in der Hansestadt. Haben Sie einen Lieblingsplatz?
Stimmt, ich bin dieses Jahr wirklich oft in Hamburg gewesen. Ich liebe die HafenCity. Ich finde es gibt aber einfach noch so viel zu entdecken. Ich muss öfter hier her kommen. Ich sehe immer nur kurz neue Plätze, wenn ich auf einem Event bin. Aber ich bin total begeistert.
Haben Sie aktuelle oder kommende Projekte?
Ich habe vor kurzem mein Buch „Chili im Blut“ rausgebracht. Darin kann man über mein Leben von früher lesen, mein Leben in Afrika. Auch wie der Weg meiner Tanzkarriere war, beispielsweise auch der zum Deutschen Meister. Es ist ein Rückblick, über das was alles geschah, bevor ich bei „Let’s Dance“ begonnen habe.
Gibt es einen Wunsch, den Sie sich unbedingt noch erfüllen möchten?
Es gibt viele Sachen, die man sich wünscht. Aber im Moment wünsche ich mir vor allem eine Tanzschule. Oder in irgendeiner Art eine Dance Akademie, wo man mit Künstlern zu tun hat. Wo Tanzen im Vordergrund steht und wo man junge Talente unterstützen kann.

Julia Ulbrich

Foto: Julia Ulbrich

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