Übelkeit oder Erbrechen, Rückenschmerzen oder Sodbrennen. Auch von Schlafstörungen oder Erkältungskrankheiten sind Schwangere oft betroffen. Doch die Unsicherheit ist groß, darf ich überhaupt, und wenn ja, welche Medikamente und Präparate einnehmen? Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkle.

Schwangere Frauen, die unter Übelkeit leiden, sollten sich körperlich schonen und ausreichend Ruhe gönnen. Kleinere Mahlzeiten und Ingwertee erleichtern die Symptome, anthroposophische oder homöopathische Arzneimittel können zusätzlich hilfreich sein.
Einer Verstopfung lässt sich mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und einer ballaststoffreichen Ernährung entgegensteuern, Füll- und Quellstoffe wie Flohsamen wirken ebenfalls vorbeugend.
Bei Rückenschmerzen helfen Wärmebehandlungen wie Fangopackungen. Leiden Schwangere unter Sodbrennen, kommen Arzneimittel mit Schichtgittersilikaten oder Alginaten zum Einsatz.
Bei nur leichten Beschwerden kann ein fertig zubereiteter Kartoffelsaft aus der Apotheke Linderung verschaffen.
Werdende Mütter, die unter Schlafstörungen leiden, sollten sich regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten angewöhnen sowie auf kleine Abendmahlzeiten, Spaziergänge vor dem Zubettgehen und ein gut durchlüftetes Schlafzimmer achten.
Bei Fieber und Erkältungen ist es wichtig, sich zu schonen und sich Ruhepausen zu gönnen, ausreichend trinken und zusätzlich inhalieren, um die Schleimhäute ausreichend zu befeuchten. Hohes Fieber über 39 Grad sollte gesenkt werden, da es Fehl- und Frühgeburten auslösen kann. Mit Paracetamol, das auch über die gesamte Schwangerschaft hinweg gegen Schmerzen eingesetzt werden kann, lässt sich das Fieber senken. Bis zur 30. Schwangerschaftswoche kann auch Ibuprofen als Fiebermittel oder entzündungshemmendes Schmerzmittel verwendet werden. Es sollten auch keine kombinierten Arzneimittel, sondern wenn dann Monopräparate, also Präparate mit nur einem Wirkstoff eingenommen werden. Da mit Schwangeren keine klinischen Studien durgeführt werden dürfen (glücklicherweise), sind die Angaben auf den Packungsbeilagen reine Beobachtungen. Auf jeden Fall sollte man sich vor Einnahme in der Apotheke informieren und sich dort einen fachlichen Rat einholen. Einfach auch den Gynäkologen ansprechen, den sieht man in der Schwangerschaft generell sehr häufig. Denn ohne Rücksprache mit einem Arzt sollte man eine Selbstmedikation nicht länger als 14 Tage durchführen. Dann…angenehme Schwangerschaft weiterhin!

Quelle: Apothekerkammer Hamburg

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