Schnarchen kann krank machen

Expertentipp von Dr. med. Armin Mechkat, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Stimm- und Sprachstörungen und Gründer von Hanse HNO in Winterhude

Ob auf Partys, im Restaurant oder auf Reisen: Als HNO-Arzt ist man immer ein beliebter Gesprächspartner. Fragen zur Gesundheit haben schließlich die meisten. Eine Frage rangiert beim Small Talk ganz oben: „Was kann ich gegen‘s Schnarchen tun?“
Ich rate immer eins: Gehen Sie dem Schnarchen unbedingt auf den Grund. Denn es kann etwas Ernstes dahinter stecken! In Verbindung mit Tagesmüdigkeit, Bluthochdruck und Konzentrationsschwäche etwa, kann es Ausdruck des gefährlichen Schlafapnoe-Syndroms sein. Die gehäuften nächtlichen Atemaussetzer führen zu Sauerstoffmangel im Gehirn und können schlimmstenfalls in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall gipfeln. Ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde kann mit speziellen endoskopischen Untersuchungen von Nase, Rachen, Gaumen und Co. und der so genannten Polygraphie – Schlafprotokollen, die mit einer Art Mini-Computer zu Hause aufgezeichnet werden – herausfinden, was es mit dem Schnarchen auf sich hat, und mit dem Patienten einen individuellen Therapie-Weg finden.
Von der Unterkieferschiene über ein Atemgerät bis zur OP lässt sich nach den neuesten Erkenntnissen der Schlafmedizin jede Menge tun!
Als SOS-Tipp gebe ich gerne Folgendes mit auf den Weg: Versuchen Sie, statt in der Rückenlage auf der Seite zu
schlafen und verzichten Sie auf Alkohol, Nikotin und späte Mahlzeiten. Gesunder Schlaf ist lebenswichtig.
Tun Sie etwas dafür!

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