Schauspielerin Elena Uhlig hat die Nase voll. Zu sehr hat sie die Filmbranche in Bezug auf ihre Figur fremdbestimmt. In ihrem Buch „Mein Gewicht und ich“ schildert sie ihren Weg bis zu dem Punkt wo sie jetzt steht:
Selbstbewusst mit weiblichen Kurven.
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Fast jede Frau beschäftigt sich täglich mit Diäten, Kompromissen, Verbote rund um die Ernährung und die eigene Figur. Auch der Ich-muss-noch–zum-Sport Gedanke geistert allgegenwärtig im Kopf herum. Für Elena Uhlig unerträglich. Lange hat sie es ausgehalten, hat ihr Essen gewogen, Kalorien gezählt, Fastenkuren ausprobiert und sich von ihrer, wie sie sagt „Personalquälerin“ Inesco bevormunden lassen. Dann kam der Wendepunkt: „Während einer Sporteinheit war für mich Schluss: Ich mache das nicht mehr mit!“ Damit meint sie den extremen Schlankheitswahn, der sich „nicht nur durch die Filmbranche, sondern im hohen Maße durch die ganze Gesellschaft zieht“.

Elena Uhlig liebt das Essen, „besonders für Pasta schlägt mein Herz“. Daher war es immer schwer für sie das Gewicht zu halten: „In den letzten 25 Jahren schwanke ich zwischen den Konfektionsgrößen 36 bis 46.“ Um bestimmte Filmrollen zu bekommen, musste sie sich immer aufs Neue „bis zum Heroin-Look herunterhungern“. Heute ist das nicht mehr so und sie hat sich eingependelt. Verraten möchte sie ihr Gewicht jedoch nicht–typisch Frau! Dass sie das kann, liegt an ihrem mittlerweile gestärktem Selbstwertgefühl: „Weibliche Formen fand ich schon immer toll und jetzt kann ich auch dazu stehen. Es ist ein harter Kampf, sich selber zu akzeptieren und zu mögen wie man ist in diesem 90-60-90 Werbe- und Industriewahnsinn“.

 Elena Uhlig, Mein Gewicht und ich, Knaur Verlag, Quality Paperback, 267 Seiten, 16,99 Euro

Elena Uhlig,
Mein Gewicht und ich,
Knaur Verlag,
Quality Paperback,
267 Seiten, 16,99 Euro

Wir fragen was sie empfindet, wenn sie Fotos von sich sieht, auf denen sie Größe 36 trägt. „Hunger, großen unbändigen Hunger!“, antwortet Elena und fügt hinzu: „Es geht mit nicht mehr darum welche Figur ich habe, sondern welche Figur ich mache- in Bezug auf Kleidungsstücke. Es ist so wie im richtigen Leben, hart, unbequem und widerspenstig tut nicht gut.“ Spielt sie da etwa wieder die lästigen intensiven Sporteinheiten an? „Also ich brauche ihn nicht. Ein schöner Spaziergang tut es auch.“

Natürlich müssen wir auf unseren Körper und unsere Figur achten, aber Elena Uhlig lehnt sowohl den extremen Fitnesshype als auch den Schlankheitswahn ab. „Ich probiere es mich zu mögen, jeden Tag ein kleines bisschen mehr und das geht. Das geht erstaunlich gut! Sie sollten es auch mal probieren!“

 

Beitragsbild:Gegen Bewegung hat Elena Uhlig nichts. Nur die Sportquälerei, um Konfektionsgröße 36 zu erreichen und zu halten, geht ihr gewaltig gegen den Strich. (Foto: Thomas und Thomas)

Valeska

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