Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland knirscht mit den Zähnen. Nicht nur nachts, sondern auch tagsüber wird der Kiefer oftmals angespannt. Wir zeigen, wie Sie erkennen können, ob Sie knirschen und was Sie dagegen tun können.

Ursachen fürs Knirschen
Das Zusammenpressen der Zähne oder Aneinanderreiben kann verschiedene Ursachen haben. Besonders Stress oder extreme Emotionen wie Ärger, Trauer oder Enttäuschungen könnten ein regelmäßiges Knirschen auslösen. Nicht sauber gearbeitete Füllungen, Prothesen, Kronen oder kieferorthopädische Fehlstellungen können das Knirschen ebenfalls auslösen. Auch sehr intensives Sporttraining kann zu einem verbissenen Kiefer führen. Hier empfiehlt sich ein Mundschutz.

Wie erkenne ich, ob ich knirsche?
Es gibt einige Indizien, an denen Sie selbst ohne Hilfe des Zahnarztes erkennen können, ob Sie ein potenzieller Knirscher sind. Bilden die Enden Ihrer Schneidezähne keine gerade Linie, so ist das ein Indiz für das Abnutzen durch Zähneknirschen. Genauso auch bei abgeflachten  Zahnoberflächen der Backenzähne, die normalerweise eine reliefartige Oberfläche haben. Sprünge und Risse in den Zähnen sind weitere Indizien für eine überdurchschnittliche Belastung der Zähne. Wenn die Kaumuskeln regelmäßig nach dem Aufwachen verhärtet sind oder gar wehtun, gehören Sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu den  Knirschern.

Symptome durch das Zähneknirschen
Kopf- und Kieferschmerzen sind auf Zähneknirschen zurückzuführen. Durch das ständige Knirschen in der Nacht werden die Zähne und somit der Kiefer beansprucht. Ist Ihr Gebiss morgens nicht entspannt, so kann auch das am Knirschen liegen. Sind Sie ein starker Knirscher, verursachen Sie damit auch Geräusche, die Ihre/n Partner/in durchaus um den Schlaf bringen kann. Zudem können sich durch das Knirschen kleine Verhärtungen im Kaumuskelbereich bilden. Auch das gelegentliche Knacken des Kiefers, beim Öffnen des Mundes, ist ein häufig auftretendes Symptom.

Was kann getan werden?
Wenn Sie unter Bruximus (umgangssprachlich Zähneknirschen) leiden, pressen, mahlen und knirschen Sie mit den Zähnen. Das tun Sie meist nicht nur nachts. Um sich auch tagsüber dessen bewusst zu werden, sollten Sie kleine farbige Punkte an Stellen kleben, die sie regelmäßig sehen können. An den Bildschirm im Büro, in die Küche übern Herd, an Ihren Lieblingsplatz im Wohnzimmer, ans Lenkrad im Auto. Immer wenn Sie einen der Punkte sehen, sollten Sie überlegen, ob Ihr Kiefer gerade entspannt oder verbissen ist.

Beitragsbild: Knirschen zerstört nicht nur die Zähne, sondern kann Kopf- und Kieferschmerzen verursachen.

Valeska

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