In Harvestehude soll es ein kleines hotelartiges Häuschen geben, das, obwohl es nicht einmal Bad und WC auf den Zimmern hat, von Gästen aus der ganzen Welt besucht wird. Kaum zu glauben, ist das doch heutzutage Standard. HAMBURG WOMAN machte sich auf die Suche und fand das „Louisenhaus“.

Von ihrer Mutter inspiriert, hat Kay Louise Barenscher ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand genommen und sich ein kleines Paradies erschaffen: das Louisenhaus! Seit 1890 steht es in der hochherrschaftlichen Parkallee 20. Kay Louise (27) lebt in der unteren Etage und vermietet den oberen Teil der Wohnung, insgesamt vier Zimmer, an Gäste. Ob längerfristig oder nur für ein paar Tage spielt keine Rolle. Dafür stehen drei verschiedene Zimmer zur Verfügung, die alle individuell eingerichtet worden sind. Das Besondere an diesen Zimmern ist, dass sie, nicht wie übliche Hotelzimmer, einen Fernseher, eine Minibar und ein Bad besitzen, sondern jedes Zimmer unterschiedlich und mit liebevollen Accessoires eingerichtet worden ist, wodurch eine sehr private Atmosphäre entsteht.
Für die gemeinsamen Stunden bietet die Wohnung ebenfalls ein großes Wohnzimmer, welches direkt an ein Esszimmer anschließt und durch eine große offenen Küche ergänzt wird. Früh sitzen die Menschen gern zusammen, frühstücken zusammen, lesen Zeitung und unterhalten sich. Dadurch kommen alle Gäste sehr schnell in Kontakt – es erinnert an eine Wohngemeinschaft.
Auffällig sind im Essbereich vor allem die hohen Wände, die mit detailverliebten Stuck-Mustern verziert sind.
„In der Regel sind die Gäste zufrieden und happy. Durch die Bank weg sagen sie eigentlich alle, dass sie sich sehr wohl gefühlt haben und gern wiederkommen möchten. ‚Es war wie zuhause.‘ – Ist es auch. Wenn du mit so wenig Menschen auf solch engem Raum wohnst, spricht man miteinander und freundet sich an“, sagt Kay Louise. Dass es im Louisenhaus angenehm heimisch ist, dafür sorgt Kay Louise täglich von früh bis abends. Zu tun gibt es nämlich immer etwas. „Ich bin eigentlich den ganzen Tag hier. Man ist ganztags verfügbar und ansprechbar. Es ist auf jeden Fall eine schöne Arbeit, aber es gibt viel zu putzen. Spätestens ab 8 Uhr bin ich für die Leute vor Ort da und mache Tee und Kaffee. Dann werden Betten bezogen und wenn man fertig ist, dann fängt man schon wieder von vorne an. Man muss alles gründlich instand halten, damit es ordentlich bleibt“, verrät uns die engagierte Chefin lächelnd.

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In der Parkallee 20 steht das imposante und wunderschöne Louisenhaus.

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Die Wände sind eindrucksvoll mit kunstvollen Stuckmustern versetzt worden.

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Das gemeinsame Wohnzimmer dient als Entspannungs-Lounge für alle Gäste.

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Ein großer Esstisch bietet sich vor allem beim Frühstück zum gemeinsamen Speisen an.

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Dass die geräumige Küche stets aufgeräumt ist, dafür sorgt Kay Louise täglich selbst.

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Das größte von drei Zimmern besitzt einen extra Gartenzugang.


Fotos: Julia Ulbrich

Julia

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