Platzangst im MRT? Das muss nicht sein!

Expertentipp von Dr. Volkhard Grützediek, Kernspinzentrum Europapassage

Die Magnetresonanz-Tomografie (MRT) oder Kernspin-Tomografie ist eine der wichtigsten bildgebenden Möglichkeiten zur medizinischen Diagnose. Sie ist notwendig bei Schmerzen oder Problemen, die durch andere Untersuchungen nicht erkennbar sind. Die MRT verursacht keinerlei Schmerzen.

Ein paar Tipps: Wenn Sie eine MRT-Untersuchung z.B. im Kniebereich haben, wird nur der untere Körperbereich in den Tunnel geschoben. Haben Sie Platzangst bei einer Gesamtkörper-MRT, beruhigen Sie erfahrene Assistenten. Falls Sie sich dennoch während der Untersuchung unwohl fühlen, nehmen Sie über einen Klingelknopf Kontakt auf. Es ist immer jemand bei Ihnen.

Es gibt im Einzelfall auch die Möglichkeit, sich für die MRT-Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel geben zu lassen. Wir sprechen vorher darüber. Lassen Sie sich Sie sich gern von einer vertrauten Person begleiten.

Moderne Kernspinzentren arbeiten mittlerweile mit Kernspintomographen mit besonders kurzen Röhren wie z.B. dem SIEMENS MAGNETOM ESPREE 1,5 Tesla. Ein High-Tech-Gerät der Spitzenklasse mit weiträumigem 70 cm Innendurchmesser im Open Bore Design (extra große Öffnung).

So besteht bei einem durchschnittlich großen Patienten 30 cm Abstand zwischen Gesicht und Tunneldecke. Dies ermöglicht eine bequeme Lagerung des Patienten, viel Bewegungsfreiheit, besonders für Kopf und Beine, problemlose Durchführung schwierigster Untersuchungen auch bei bewegungsunfähigen oder schwer-gewichtigen Patienten. Nur etwa 40% des zu untersuchenden Körpers befindet sich in der Röhre, was als sehr wohltuend empfunden wird.

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