Partner gesucht! Was bei einigen Obstbäumen zu beachten ist

Im Frühling zeigt sich der Obstbaum im eigenen Garten in voller Blütenpracht und verspricht damit eine reiche Ernte. Wenn der Baum im Sommer trotzdem nur wenige Früchte trägt, ist die Enttäuschung natürlich groß. Eine Ursache dafür können Probleme bei der Bestäubung sein.

Gartenbesitzer sollten sich vor der Pflanzung ihrer Wunsch-Obstbäume darüber informieren, ob es sich um eine selbstbefruchtende oder um eine fremdbefruchtende Art bzw. Sorte handelt. Foto: BdB

Gartenbesitzer sollten sich vor der Pflanzung ihrer Wunsch-Obstbäume darüber informieren, ob es sich um eine selbstbefruchtende oder um eine fremdbefruchtende Art bzw. Sorte handelt.
Foto: BdB

Um zu verstehen, wie die Befruchtung bei Obstgehölzen funktioniert, lohnt ein genauerer Blick in die Blüte: Es gibt Obstgehölze mit eingeschlechtlich männlichen und weiblichen Blüten auf ein- und derselben Pflanze – der Profi nennt das einhäusig – oder auf zwei verschiedenen Pflanzen, die deshalb als zweihäusig bezeichnet werden.

Die meisten Kiwis sind beispielsweise zweihäusig. Gartenbesitzer, die Früchte ernten wollen, sollten sich also vor allem weibliche – und mindestens eine männliche – Kiwi in den Garten pflanzen!

Walnuss und Haselnuss dagegen tragen jeweils männliche und weibliche Blüten, sie sind also einhäusig.

Es gibt aber auch sogenannte Zwitterblüten: Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Beerenobstpflanzen tragen männliche und weibliche Organe in einer Blüte.
Das klingt vielversprechend, aber dennoch können sich nicht alle Obstgehölze mit Zwitterblüten selbst befruchten.

Die Blüten der meisten Apfelbäume zum Beispiel benötigen den Pollen einer anderen Apfelsorte, um zu einer Frucht heranreifen zu können und genau das kann manchen Gartenbesitzer vor seinem Apfelbaum verzweifeln lassen.

Nicht nur Äpfel, sondern auch Birnen, Haselnüsse sowie die meisten Sorten der Süßkirsche sind generell selbst-unfruchtbar.

Wer nur wenig Platz hat, auf dem Balkon oder einer Dachterrasse, wählt also am besten gleich eine selbstbefruchtende Obstart bzw. -sorte.
Auch Gartenbesitzer sollten sich vor der Pflanzung darüber informieren, ob es sich um eine selbstbefruchtende oder um eine fremdbefruchtende Art bzw. Sorte handelt.

Bei selbstunfruchtbaren Arten ist es ratsam, einen zweiten Baum zu pflanzen oder sich zu erkundigen, ob in der Nachbarschaft ein geeigneter Obstbaum steht, der als Pollenspender in Frage  kommt.
Welche Sorten selbstfruchtbar sind und welche Fremdbefruchtung, also einen Partner, benötigen, erfährt man am besten im Fachhandel.

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