„Wir sind Frauen und sollten Frauen bleiben!“ Intelligent, erfolgreich und charmant: Diese Worte beschreiben die TV-Moderatorin Nazan Eckes sehr gut. Nach sechs Monaten Babypause ist die Karrierefrau zurück und das Testimonial der neuen Kampagne von Gala von Eduscho. Wir trafen die Kölnerin an der Alster im Hotel Vier Jahreszeiten und sprachen mit der brünetten Schönheit über ihr neues, vollkommendes Glück und ihren absoluten Traumjob.

Sie sind seit kurzem Mutter. Was bedeutet Mamasein für Sie?
Es ist das schönste auf der Welt, um es mal ganz kurz zu machen. Alle Prioritäten in meinem Leben haben sich verschoben. Es gibt zum Beispiel nichts Schöneres als nach einem anstrengenden Tag nach Hause zu kommen und den Kleinen in die Arme zu schließen. Er bringt so viel Spaß und Glück in unser Leben, dass es kaum mit Worten zu beschreiben ist.

Wieso haben Sie dann schon nach sechs Monaten wieder angefangen zu arbeiten?
Ich arbeite seitdem ich denken kann. Ich weiß nicht genau, ob es vorrangig an meiner Erziehung liegt oder an dem Gefühl ‚Du kannst nur etwas erreichen, wenn du das auch selber in die Hand nimmst‘ und nicht die Dinge dem Zufall überlässt. Ich mag meinen Beruf super gern und wusste, dass ich relativ schnell wieder anfangen werde zu arbeiten. Aber das könnte ich nicht machen, wenn ich meine Familie nicht hätte.

In der Öffentlichkeit sind Sie immer sehr glamourös und schick gestylt, wie sieht es denn privat aus?
Ja da natürlich auch (lacht). Nein, überhaupt nicht. Ich liebe es natürlich wie jede Frau mich schick zu machen. Das möchte ich nicht abstreiten. Aber ich liebe es genauso nach Hause zu kommen und mich abzuschminken. Zumal sich mein Kleiner immer irgendwo in meinem Gesicht festsaugt, da kann ich gar nicht geschminkt sein. Und dann einfach Joggingsachen anziehen und den ganzen Tag irgendwie aussehen. Ich denke, das ist bei mir so, weil ich das Frausein in meinem Job voll ausleben kann.

Nazans Schwester (r.) ist ihre Managerin und liebevolle Babysitterin zugleich.

Nazans Schwester (r.) ist ihre Managerin und liebevolle Babysitterin zugleich.

Sie sind Hauptmoderatorin bei RTL-Explosiv. Werden weitere Formate folgen?
Jetzt erst mal nicht. Momentan ist es mehr als genug mit der Moderation bei RTL-Explosiv und Explosiv-Weekend. Ich arbeite natürlich so viel es geht, aber auch nicht so viel, dass ich zu wenig von meinem Kleinen habe. Wenn er dann etwas größer ist, kann man wieder über neue Projekte nachdenken.

Sie engagieren sich für gemeinnützige Zwecke. Haben Sie derzeit Projekte?
Ja, das ist etwas was ich immer nebenher mache. Es sind eher Projekte die beständig im Hintergrund laufen. Neben größeren Organisationen wie SOS Kinderdorf und die McDonalds Kinderhilfe, die ich unterstütze, finde ich es schön kleine, namenlose Vereine zu unterstützen, die ohne Spendengelder gar keine Chance haben und keine Aufmerksamkeit bekommen. Da gibt es aktuell zwei. Einmal geht es um Frauen, die aus ihren Ländern flüchten mussten. Und dann gibt es noch ein Projekt mit Kindern, Jugendlichen und Flüchtlingskindern aus Köln. Ich fand es immer wichtig auch über den Tellerrand zu schauen und nicht zu denken ‚Ach, mir geht’s so gut und alles ist toll in der Welt‘.

Okay, und was macht denn für Sie eine starke, selbstbewusste Frau aus?
In erster Linie, sich nicht an anderen Menschen und Meinungen zu orientieren. Ich finde es auch wahnsinnig wichtig, dass man als Frau, auch wenn man eine gewisse Härte zeigen muss, trotzdem Frau bleibt. Ich finde es ganz furchtbar, wenn Frauen, die in Männerjobs arbeiten, selbst männliche Attribute annehmen. Wir sind Frauen und sollten Frauen bleiben. Dazu gehört auch, dass ich High Heels trage, ein Kleid anziehe und dass ich mich schminke. Ich wollte mich niemals verbiegen lassen, nur um anderen zu beweisen, dass ich stark und selbstbewusst bin

Das klingt überzeugend. Sagen Sie, Sie wohnen in Köln. Sind Sie denn manchmal in Hamburg, oder eher weniger?
Meine RTL-Geschichte fing hier in Hamburg an. Ich habe damals ein Jahr in Hamburg gelebt und bei RTL-Nord angefangen zu arbeiten. Daher wird Hamburg für mich immer eine ganz besondere Stadt bleiben. Das war das erste Mal, dass ich für einen Job in eine andere Stadt gezogen bin und dachte zuerst ‚Oh Gott Hamburg, ich möchte so gern in Köln bleiben‘. Dann habe ich festgestellt, wie schön Hamburg ist.

Julia Ulbrich/ Valeska Fuhlenbrok

Foto: Titelbild Gala von Eduscho / Melanie Dreysse, kleines Bild Valeska Fuhlenbrok

Über den Autor

Hinterlasse eine Antwort