Natascha Ochsenknecht ordnen viele Menschen leider nur als die Ex von Uwe Ochsenknecht ein. Aber das ist ein Fehler! Wir trafen die sympathische Berlinerin in einem Café an der Alster und sprachen mit ihr über ihre neue Nagellack-Kollektion, wie sie ihre Leidenschaft für die Fotografie nutzt und das Familienleben.

Wieso wolltest du deine eigenen Lacke kreieren?
Ich hab schon immer Nagellack gesammelt, war fasziniert und kann mit links genauso gut lackieren wie mit rechts. Ich habe mit Steinchen experimentiert und Minifilmchen online gepostet. Dann kamen häufig Fragen, etwa wo der Lack her sei. Und dann haben mir meine Freundinnen gesagt, dass ich doch eigentlich mal meinen eigenen Nagellack kreieren sollte. Da dachte ich ‚Klar, das wär ne coole Nummer‘. Es sind fünf Lacke geworden – orange, blau, grün, gelb und pink, passende Überlacke und eine Nagelpfeile.
Hast du dir die Farben selbst ausgesucht?
Ja, ich habe Farben genommen, die zu mir passen. Die fünf Farben leuchten extrem. Ich wollte, dass man an den Farben sieht ‚Ja das ist die Ochsenknecht, das nehmen wir ihr ab‘. Wenn ich Nude-Töne kreiert hätte, hätte mir das niemand abgekauft.
Hast du noch andere spannende Projekte, von denen du uns schon erzählen kannst?
Von mir ist jetzt eine zweite Tuchkollektion auf dem Markt, mit Motiven die ich selber fotografiert habe. Im Juni habe ich meine erste Fotoausstellung. Gleichzeitig kommt meine erste Lampenkollektion raus, ebenfalls mit meinen Fotos. Es folgen dann noch Shirts und iPhone-Hüllen mit meinen Motiven.
Nicht schlecht. Nun zum privateren Teil: Du bist mit Umut Kekilli liiert. Planst du schon deinen Umzug nach Wien?
Ich habe gerade so viel in Deutschland zu tun, da kann ich jetzt nicht umziehen. Aber Wien ist eine wunderschöne Stadt. Ich könnte es mir gut vorstellen, dort mal zu leben. Im Moment fühle ich mich aber in Berlin wohl. Dort sind auch meine Kinder.
Genau, neben deiner Tochter hast du noch zwei bekannte Söhne. Ist es schwer, die Familie ab und zu unter ein Dach zu bekommen?
Nein, Ostern zum Beispiel, da waren beide Jungs zuhause. Wir waren essen und haben zwei Tage Ostern gefeiert. Jimi Blue wohnt auch noch bei mir, er zieht jetzt aber aus. Wilson wohnt in einer anderen Ecke von Berlin. Aber wir telefonieren uns zusammen. Von daher ist es eigentlich kein Problem, wenn wir uns mal sehen wollen.
Und wie gefällt es dir in Hamburg?
Ich habe hier wirklich oft zu tun, ich liebe die Stadt. Die Leute sind unheimlich nett und haben Understatement, sie lassen ihr Geld nicht so raushängen. Hier legt man den Porsche-Schlüssel nicht auf den Tisch, sondern trägt vielleicht zerrissene Jeans und fährt später einfach mit seinem Porsche davon.
Julia Ulbrich

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