Der 27-jährige Musiker Max Giesinger hat ein neues Zuhause: Hamburg. Von hier aus möchte er musikalisch richtig durchstarten – mit Plattenvertrag im Rücken und neuem Album im Gepäck. Was uns erwartet und wie er Hamburg erlebt, verriet er uns beim Konzert von Christina Stürmer, bei dem er als Vorband auftrat.

Mit Max Giesinger kriegt die deutschsprachige Singer/Songwriter-Familie vielversprechenden Nachwuchs. In seinen Songs versucht er private Geschichten, die ihn „im Leben berühren und mitnehmen“, zu verarbeiten. „Erst wenn ich einen Song darüber geschrieben habe, kann ich mit dem Thema abschließen.“ Das muss aber nicht zwangsläufig sein eigenes sein: „Keiner trägt zeitgleich 20 krasse Themen umher. Ich beobachte viel und lasse mich auch von meinem Freundeskreis inspirieren“, erklärt Max, den Musikerxperten als Sprachrohr für die Mittzwanziger sehen.

Typisch für einen 26-Jährigen sind seine Texte geprägt von Zweifeln, Hoffnungen und Fragen an das Leben.
Die Tracks seines neuen Albums ‚Der Junge, der rennt‘, erzählen von seinen vergangenen zwei Jahren. „Der Umzug nach Hamburg und das Musikersein waren die größten Pfeiler dieser Zeit“, erklärt Max und nimmt uns mit auf eine Reise in seine Gedanken: Mal fordert er, dann träumt er wieder, ist nachdenklich, traurig, verliebt oder auf der Suche nach der richtigen Balance. Letztere ist für ihn noch nicht abgeschlossen.

Neben „gutem Schlaf, der aus Zeitgründen momentan nicht möglich ist“, muss seine Gitarre immer griffbereit sein: „Auch wenn ich den ganzen Tag Musik mache, sitze ich abends auf meinem Bett und spiele um runter zu kommen. Ich habe früh mit Gitarrenunterricht angefangen und mit 11 habe ich meinen 1. Song geschrieben – ‚der Blues vom abgedrehten Huhn‘. Von da an habe ich mich immer auf die Musik konzentriert“, erklärt der gebürtige Busenbacher (bei Karlsruhe, Anm.d.Red.).

Das neue Album 'Der Junge der rennt' erscheint am 08. April bei BMG.

Das neue Album ‚Der Junge der rennt‘ erscheint am 08. April bei BMG.

Anders als bei der ersten Platte, die er in Eigenregie mit finanzieller Hilfe seiner Fans produziert hat, steht hinter dem zweiten Album die große Plattenfirma BMG. „Früher war ich noch nicht bereit für den Riesenaufriss. Ich wollte damals einfach nur meine Musik machen“, erklärt Max, „das war auch gut so, denn so hatte ich bereits den Weg – wo ich mit meiner Musik hin will – geebnet.“
Ob er nun musikalische Kompromisse eingehen muss, verneint er: „Als ich den Vertrag unterschrieben habe, waren die Songs bereits fast alle geschrieben.“ Texten kann Max immer und überall. Besonders in seiner neuen Wahlheimat Hamburg, wo man ihn öfter mal Kaffee schlürfend in der Strandperle, beim Lesen am StrandPauli oder beim Burgeressen im Thämer’s antreffen kann, sprudelt es in ihm vor Kreativität.

Max Giesinger wird am  16. April im Mojo Club auftreten. Tickets ab 21 € hier erhältlich.

Foto: Klaus Sahm

Valeska

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