Die Hamburger Taschen-Designerin Friederike Quast legt Wert auf Einzigartigkeit. Ihre Taschen bestechen mit „Haute Couture“-naher Qualität und der Liebe zum Detail. Mit uns sprach sie über die Liebe zu Taschen.

Wie entsteht eine Tasche?
Mit einer Inspiration: Das kann eine Farbe, eine Form, ein Ort, ein Geruch, ein Mensch oder eine Stimmung sein – daher sind Reisen für mich essenziell. Ich lege die verschiedenen Formen und Modelle fest, wähle Materialien und Accessoires aus und stelle Prototypen her.

Was ist eine Tasche für dich?
Sie ist mein ständiger Begleiter und auf jedem Event anwesend. Sie beinhaltet zeitweise mein komplettes Büro, schmückt mich, rettet mich, wenn ich nicht weiß wohin mit den Händen … Sie ist mein MUST, um meinen Look zu vervollständigen oder ihn zu verändern. Ohne Tasche gehe ich nicht aus dem Haus!

Wie viele Taschen besitzt du?
Ich habe sie nie gezählt. Aber an den Kauf meiner ersten Designer Tasche kann ich mich noch genau erinnern und besitze sie natürlich noch. Ich finde, sie tragen zu viele Erinnerungen in ihren „Falten“ und ihrer „Patina“, um sich von ihnen zu trennen.

Wann kam die Idee zu deinem eigenes Label?
Es war immer mein Traum, ein eigenes Label zu gründen. Den Schritt zur Selbständigkeit zu wagen, ist natürlich nicht einfach und verlangt Mut und Ausdauer. Es birgt ein großes Risiko in sich und verlangt persönliche Abstriche von einem. Ende 2014 bin ich diesen Schritt gegangen und bereue keine Sekunde.

Was rätst du Frauen, die in die Selbstständigkeit wechseln möchten?

Eine Idee kann nur mit einem gut ausgearbeiteten Business Plan funktionieren. Man muss einen langen Atem haben und darf sich von Niederlagen und Kritiken nicht demotivieren lassen.

Gab es Probleme in der Anfangszeit?
In Großunternehmen gibt es verschiedene Bereiche und viele Strukturen sind vorgegeben, die als selbstverständlich angenommen werden. In einem Start Up Unternehmen musste ich plötzlich die One-Man-Show durchziehen und alle Bereiche abdecken. Da fingen die Probleme mit den kleinsten bürokratischen Dingen an.

Am 20. Juni hast du deine Taschen in deinem Pop-up Store verkauft.
Eine eigene Boutique würde die Fixkosten in die Höhe treiben. Ich finde es aber unglaublich wichtig, dass meine Kundinnen die Taschen haptisch entdecken können.

Wie sieht deine Zukunft aus?
Bunt! Voller Ideen, Inspirationsreisen und interessanter Menschen…Sicher mit einigen Ups & Downs aber „immer eine handbreit Wasser unterm Kiel“!

Hier eine kleine Bildergalerie zu dem Pop-up Store von Friederike Quast.

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