Lebe die moderne Steinzeitküche – lebe Paleo!

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Paleo macht Spaß, ist gesund und verspricht viel: mehr Aktivität, bessere und gesündere Haut, höhere Konzentrationsfähigkeit, keine Heißhunger-Attacken mehr! Bedeutet gleichzeitig aber auch den totalen Verzicht auf Milchprodukte, schwere Kohlehydrate und Zucker.

Hamburg Woman-Redakteurin Valeska Fuhlenbrok hat ihre Ernährung vor 9 Monaten Paleo-konform umgestellt:
Eigentlich ging alles ganz schnell. Als ich zufällig einen Flyer über die Paleo Ernährung in den Händen hielt, war ich sofort begeistert und neugierig, ob ich das wirklich schaffen kann. Anders als andere Diäten macht man Paleo nicht über einen gewissen Zeitraum. Vielmehr ist Paleo eine Lebensumstellung, um gesünder zu leben.
Ich habe meine Küche radikal entrümpelt und die Küchenbasics oder vielmehr die besonderen Zutaten der Paleo Küche eingekauft:

Natron, Brühe, Chia Samen, Curry-Paste, Fischsauce, Ghee, Honig, Kakaopulver (ungesüßt), Kokosmehl, Kokosmilch, Kokosöl, Leinmehl, gemahlene Mandeln, Senf und Vanille

Voller Euphorie habe ich am selben Tag mit meinem 1. Mittagessen angefangen: Zucchini Boote mit Rinderhack und Koriander, dazu Apfel-Sellerie-Püree. Obwohl ich dem Püree anfangs sehr kritisch gegenüber stand, war ich positiv überrascht wie gut und extravagant diese Kombination schmeckt.
Mittags nach Paleo zu kochen fiel mir überhaupt nicht schwer. Reis kann durch Blumenkohlreis ersetzt, Pommes aus Süßkartoffeln und Nudeln aus Zucchini gemacht werden. Die Paleo Küche ist sehr kreativ und variabel, wenn man sich voll und ganz drauf einlässt und nicht den verbotenen Produkten hinterher trauert.

Wichtig ist, dass man immer frische Zutaten kauft und beim Fleisch darauf achtet, dass es eine gute Qualität hat.
Dass ich mich an keine Mengenvorgaben halten musste, hat die ganze Sache enorm erleichtert. Abends esse ich oft Salat mit einem Essig & Öl Dressing oder mache mir eine Frittata, die für mehrere Abende reicht.
Das größte Problem bei der Paleo Ernährung ist das Frühstück. Müsli, Brötchen, Joghurt sind nicht mehr erlaubt, was soll man stattdessen essen?
Meine absoluten Favoriten sind Rührei-Variationen oder ein selbstgemachtes Porridge auf Mandelbasis. Mit einem geschnittenen Apfel oder einer Banane wird das Porridge schön süß und knackig. Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich mich mit dem Paleo-konformen Frühstück angefreudet habe. Anfangs war ich sehr unzufrieden, habe oft nur einfache Nüsse und ein-zwei Stücke Obst gegessen.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich während meiner Paleo-Umstellung, in den ersten 30 Tagen, sehr schnell gereizt, oft müde und genervt war. Laut dem Buch, Paleo – Power for Life, ganz normale Symptome, weil sich der Körper umgewöhnen muss, um von der Droge Zucker runterzukommen. Das Buch hat mich super begleitet, hatte alle Antworten auf meine Fragen und bietet sogar einen perfekt ausgearbeiteten 30-Tage-Plan an.

Worauf muss ich verzichten?
Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker, Softdrinks, raffinierte Pflanzenöle & Fette, Alkohol, idealerweise auch auf: Kaffee, Tabak

Was darf ich essen?
Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Nüsse und Samen, Kräuter und Gewürze, Öle und Fette

Wie backe ich?
Gebacken wird viel mit Kokos, Mandeln und Banane. Zum Süßen wird Honig oder Ahornsirup verwendet.

Valeska Fuhlenbrok

BUCHTIPP

Paleo – Power for Life von Nico Richter,
Christian Verlag, ca. 30 €.

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