Der Kinderfernsehen-Macher Ralph Caspers und der Saseler Autor Ulrich Hoffmann haben zusammen sechs Kinder – jeder drei. Wie abenteuerlich da der Alltag wird, haben sie zusammen aufgeschrieben.

Ralph Caspers & Ulrich Hoffmann, Ab in die Dertschi! –33 Familiengeschichten, die passieren, wenn man sie nur lässt ,Illustriert von Zwen Keller, Campus Verlag, Klappenbroschur, 230 S., 16,95 Euro

Ralph Caspers & Ulrich Hoffmann, Ab in die Dertschi! –33 Familiengeschichten, die passieren, wenn man sie nur lässt ,Illustriert von Zwen Keller, Campus Verlag, Klappenbroschur, 230 S., 16,95 Euro

Kinder sind anstrengend, bereiten einem aber auch viel Freude. Das ist zusammengefasst die Kernbotschaft des Buches „Ab in die Dertschi“ von Ralph Caspers und dem Saseler Autor Ulrich Hoffmann. „Viele aktuelle Bücher vermitteln ja gerade den Eindruck, dass Kinderkriegen schwierig sei. Ist es ja auch, vor allem, wenn dann noch die Vereinbarkeitslüge hinzukommt. Denn man bekommt ja oft genug gesagt: Liebe, Kinder und Karriere seien miteinander vereinbar. Das stimmt nicht. Es gibt da zum Glück für Eltern ein sehr entlastendes Buch, das genau das beweist, allerdings ist es sehr sachlich und befasst sich mit politischen Begebenheiten. Wir wollen mit unserem Buch zeigen, dass es im alltäglichen Zusammenleben mit Kindern ganz wundervolle Momente gibt“, erklärt Ulrich Hoffmann.
Die Idee zu dem Buch hatten die beiden nach einem längerem Gespräch, in dem ihnen auffiel, dass sie mit ihren Kindern ähnliche lustige Dinge erleben. Und mit drei Kindern – insgesamt also sechs – erlebt man eine Menge lustiger Dinge. „Wir wollten sie zusammen aufschreiben. Jeder hat seine Highlights beigetragen und dann haben wir gestrichen, sodass 33 lustige Familiengeschichten aus der erweiterten Grundschulzeit zusammengekommen sind. Wer von uns daran welchen Anteil beigetragen hat, kann ich gar nicht sagen, denn einige Geschichten haben sich überschnitten.“ Beispielsweise das Thema Endhaltestelle, das es auch ins Buch geschafft hat. Beide Väter sind mit ihren Kindern mehrfach bis zu Endhaltestellen gefahren, um die Gegend zu erkunden. In beiden Familien gibt es auch „Schlemmertage“, an denen alle sonst gültigen Essensregeln aufgehoben sind. Und das, obwohl sich beide Väter als streng bezeichnen.
Mit Essen hat übrigens auch der Buchname zu tun, denn das Arrivederci beim Italiener wurde in den Ohren einer Tochter zum „Ab in die Dertschi“. Ein typisches Beispiel  für das alltägliche Sein mit Kindern, das oft eine unvorhergesehene Situationskomik mit sich bringt. Deswegen erleichtert es das Lesen, selbst Kinder zu haben – Eltern werden sich häufig wiederfinden. „Nichtereltern werden sich hingegen sicherlich mal fragen, was das alles soll“, erklärt Ulrich Hoffmann, der jetzt noch mehr lustige Begebenheiten aus seinem Familienleben kultiviert als früher. Das lohnt sich für alle Eltern.

Beitragsbild: Die Autoren und Dreifachväter Ulrich Hoffmann (l.) und Ralph Caspers – moderiert Wissen macht Ah! und die Sendung mit der Maus – beschreiben, wie der ganz normale Alltag mit ihren Kindern zum Abenteuer wird. © Stephan Jockel

Text: Kai Wehl

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