Statt Sonne satt, war ich gestern Abend in der Premiere von dem Theaterstück „Mythos Kafka – Welten eines Visionärs“ und war sehr beeindruckt. Anlass war die Eröffnung des 25-jährigen Städtejubiläums zwischen Hamburg und Prag. In dem Stück „Mythos Kafka – Welten eines Visionärs“ versucht die Regisseurin Jana Pulkrabek in Zusammenarbeit mit Yaroslav Ivanenko (Direktor des Ballett Kiels) Werk und Leben von Franz Kafka, mit einer Mischung aus Musik, Ballett, Zitaten Kafkas und Theatereinlagen, dem Publikum näher zu bringen.

Redakteurin Valeska

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Mit Erfolg. Auf der einen Seite die tänzerische Ebene, das Ballett als Ausdruck der Gefühle und Gedanken. Auf der anderen Seite das Theater und die literarischen Zitate, die Werk und Biografie von Kafka verständlich widerspiegeln. Mit dieser Verknüpfung werden die Grenzen zwischen Leben und Werk aufgelöst und die großen Themen wie Isolation, Entfremdung und der existenzvernichtender Bürokratie werden herauskristallisiert.

Die reinen Theaterinszenierungen haben mich ein wenig an Schultheater erinnert. Freiräume für Interpretationen und Fantasie gab es eher wenige. Dafür waren die Übergänge, das Grenzen auflösende, zwischen Werk und Leben hervorragend inszeniert. Durch die Verknüpfung mit der tänzerischen Ebene bekommt das Stück etwas Mystisches und zugleich sehr Direktes.
Leider wird die Person Franz Kafka nicht von allen Seiten beleuchtet. So kriegen wir den Anschein, als würde er -von Depressionen geplagt- ausschließlich arbeiten und schreiben. Dabei war Franz Kafka, wie er im Stück am Ende auch betont, ein dem Leben zugewandter Mensch.

Insgesamt empfinde ich das Theaterstück „Mythos Kafka – Welten eines Visionärs“ als eine durchaus gelungene emotionale Inszenierung, die einen den Mythos Kafka nahe bringt und Lust auf mehr Kafka macht.

Da das Gastspiel leider nur noch heute im Altonaer Theater zu sehen ist, kann ich allen raten sich das Stück anzusehen. Daher verlosen wir für die heutige Vorstellung ganz spontan 2 Tickets. Einfach eine Mail an gewinnspiel@hamburg-woman.de mit dem Betreff „Mythos Kafka“ schreiben und kurz begründen, warum Sie zu „Mythos Kafka“ möchten. Ich hoffe, dass es Ihnen genauso gut gefallen wird wie mir!

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