Kräuter selber ernten

Um Kräuter selbst anzubauen muss man nicht unbedingt einen großen Garten haben: Ob kleiner Stadtgarten, Balkon oder Dachterrasse – mit wenigen Handgriffen lässt sich ein schöner Kräutergarten schaffen.

Kräuter sind nicht nur lecker, viele haben auch noch ganz andere Vorzüge: Sie sind Heilmittel gegen verschiedensten Krankheiten und Beschwerden, Würz- und Färbemittel für den Hausgebrauch und werden für allerlei kosmetische Anwendungen eingesetzt.

Thymian-Tee fördert die Verdauung und ist ganz nebenbei ein wirksames Mittel gegen einen (Alkohol-)Kater.
Rosmarin stärkt den Kreislauf, Lavendel hält die Wäsche frisch und Motten fern.
Die Römer glaubten an die schützende Wirkung von Lorbeer gegen Naturereignisse wie zum Beispiel Blitze – dazu diente übrigens auch der Lorbeerkranz.

Aleppo, die erste harte Seife, die vor mehr als Tausend Jahren hergestellt wurde, bestand aus einer Mischung aus Lorbeer und Olivenöl – je höher der Lorbeer-Anteil, desto stärker die desinfizierende Wirkung der Seife. Die Kreuzfahrer brachten diese Seife später nach Marseille und legten so den Grundstein für die noch heute bekannte Marke „Savon de Marseille“.

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen sich Wissen allein durch Weitersagen verbreitete. Die Vielfalt der Medien hat heute großen Einfluss auf unser Verhältnis zum Garten und zum Gärtnern.
Durch Gartenzeitschriften und Bücher, spezielle Fernseh- oder Radio-Sendungen, aber auch über Tageszeitungen und nicht zuletzt durch das Internet erreichen uns Informationen über neue Blumen und Pflanzen sowie anregende Ideen für Balkon und Garten.

Jetzt im Frühjahr werden viele Hobbygärtner aktiv und schaffen im eigenen Garten oder auf Balkon und Terrasse Platz für einen Kräutergarten.
Vom Hochbeet über die Kräuterspirale bis hin zum Balkonkasten oder der Reihe von Blumentöpfen auf der Fensterbank – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, den Kräutern beim Wachsen zuzusehen und sie für feine Gerichte in Griffweite zu haben. Natürlich und frisch direkt aus dem Garten auf den Tisch. Und ganz nebenbei verströmen die Kräuter angenehmen Duft – besonders, wenn man sie berührt.

Das Gärtnern in Töpfen oder Schalen braucht zwar vor allem regelmäßige Pflege – vor allem Wasser – hat aber den Vorteil, dass die Gefäße mobil sind.
Ein Tipp für den Fall, dass der Platz allzu sehr begrenzt ist: Manche essbare Dekoration wächst auch in der Vertikalen, das gilt für Kräuter und auch für essbare Blüten.

Und wie wäre es, sich schon einmal einen kleinen Lorbeer-Strauch im Topf zu kaufen? Dafür findet sich immer ein Platz und in der Küche sicher dankbare Abnehmer!

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