Kopfschmerz und Verspannung – Die Zähne sind schuld

Wenn mit den Zähnen was nicht stimmt, kann das zu starken Kopfschmerzen und Verspannungen führen

Wenn mit den Zähnen was nicht stimmt, kann das zu starken Kopfschmerzen und Verspannungen führen

Unsere Zähne können uns nicht nur beim Kauen helfen und uns ein wunderschönes Lächeln zaubern, sie können auch Grund für viele Beschwerden sein, wie Tinnitus, Augenflimmern, Taubheitsgefühl, Kopfschmerzen und Verspannungen. Wie das Ganze zusammenhängt und was wir dagegen tun können, lesen Sie hier.

Verspüren wir ein dumpfes Pochen im Zahn oder zuckt der ganze Körper, wenn ein Zahn in Berührung mit etwas Kaltem kommt, haben wir mit großer Wahrscheinlichkeit Karies. Nicht nur Karies und Zahnfleischentzündungen können Schmerzen auslösen. Auch eine Zahnfüllung, Zahnentfernung, Zahnersatz, Zähneknirschen oder Kieferorthopädische Behandlungen, bei denen sich die Zahnstellung verschiebt, können Ursachen für starke Schmerzen sein. Da die Schmerzen oft auch an einer anderen Stelle des Körpers auftreten, als da, wo sie verursacht werden, ist es schwer, die richtige Diagnose zu stellen: Durch eine fehlerhafte Zahnstellung wird die Kaumuskulatur überdurchschnittlich belastet, was zu einem Triggerpunkt führen kann. Dieser Triggerpunkt, ein überempfindlicher Herd in einem Muskel, löst wiederum myofasziale Schmerzen über das ZNS aus, weil die betroffenen Muskeln sich durch die Überlastung und der mangelnden Sauerstoffzufuhr verhärten. Jedem Triggerpunkt ist ein bestimmter Schmerzbereich zugeordnet, der nicht direkt am Triggerpunkt, sondern als Projektionsschmerz in den unterschiedlichsten Bereichen auftritt. Triggerpunkte, die sich in gewisser Weise durch unsere Zähne bilden, strahlen in den Rücken, den Nacken, die Schulter, in die Schläfen- und Augenregion, die Stirn oder die Ohren. Bestehende Triggerpunkte sind nicht dauerhaft aktiv, sondern können über Jahre hinweg in der Muskulatur symptomlos verweilen. Oft werden die Schmerzen erst durch Stress oder Unterkühlungen aktiviert.

Ob es sich um einen Triggerpunkt handelt, lässt sich beim Arzt schnell feststellen: Bei Druck auf einen Triggerpunkt folgt in der dazugehörigen Schmerzzone ein reflexartiges Zucken. Zudem ist die Dehnung der betroffenen Muskeln immer mit Schmerzen verbunden. Durch Massagen und Entspannungsübungen können Sie die Schmerzen lindern. Zusätzlich sollte der Zahnarzt abwägen, ob durch eine Einschleif- und Schienentherapie eine Besserung gewährleistet wird. Alternativ bieten die Zahnärzte zwei weitere Techniken an: Eine Injektion mit anschließender Dehnung oder die Kältereiz-Dehnung Therapie.

Valeska Fuhlenbrok

 

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