Kontaktlinsen – die unsichtbaren Brillen

Expertentipp von Bettina Feldmann, Optometristin und Kontaktlinsenspezialistin im Augen-Operationszentrum Hamburg

Kontaktlinsen sind kleine Kunststoffscheiben, die auf der Oberfläche der Augen schwimmen. Man unterscheidet im Wesentlichen harte und weiche Kontaktlinsen.
Sie korrigieren Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Alterssichtigkeit. Kontaktlinsen gleichen eine vorhandene Fehlsichtigkeit ohne störende optische Effekte, wie Vergrößerung oder Verkleinerung der anvisierten Objekte, aus. Manche Fehlsichtigkeit, wie z.B. Astigmatismus (Hornhautverkrümmung), wird deutlich besser korrigiert. Auch die Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern wird durch das Tragen von Kontaktlinsen wesentlich abgeschwächt. Die vom Augenarzt durchgeführte Voruntersuchung stellt sicher, dass beim Patienten ein sicheres Kontaktlinsentragen auch über längere Zeit möglich ist. Gemeinsam mit dem Patienten wird entschieden, welcher Kontaktlinsentyp das beste und sicherste Ergebnis bietet. Werden keine weiteren Auffälligkeiten feststellt, kann mit der individuellen Anpassung begonnen werden. Ebenso wichtig wie eine genaue Anpassung ist eine regelmäßige Kontrolle der Kontaktlinsenverträglichkeit. Mindestens einmal im halben Jahr sollte ein Kontaktlinsenträger den Augenarzt aufsuchen. Unsachgemäße Handhabung oder das Auslassen der Kontrollen können schwerste Hornhautinfektionen und sogar Eintrübungen zur Folge haben. Da Kontaktlinsen den Schmerz in der Hornhaut eliminieren, bleiben die Folgen oftmals bis zur vollständigen Betroffenheit des Auges unbemerkt. Falls es doch einmal zu Beschwerden kommt, sollte der Patient schnellstens die Notfall- Sprechstunde seines Augenarztes aufsuchen.

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