Sexy Kurven & Powerfrau – als Playmate kam 2014 für die Winterhuderin unverhofft der große Durchbruch, doch Annetta Negare hat noch viel mehr zu bieten. ALSTER MAGAZIN hat die Deutsche Meisterin der Rhythmischen Sportgymnastik verraten, wie sie mit Neidern und Vorurteilen umgeht und welche Rolle Youtube neuerdings in ihrem Leben spielt.

(c) Sven Heller

ALSTER MAGAZIN: Annetta, 2010 zog es dich wegen deiner Ausbildung zur Bühnendarstellerin aus Bayern in den Norden. Wie ging denn danach deine Karriere als Model los?

Annetta: Ich benötigte damals Bilder für mein Portfolio und so kam ich überhaupt erst zur Fotografie, 2014 begann auch schon direkt meine Zusammenarbeit mit dem Playboy. Dieses „Bunny sein“ ist für mich aber trotzdem auch etwas wie das Spielen einer Rolle, deshalb verbinde ich es auch immer mit meiner Ausbildung.

Andere Mädels sind Jahre lang in der Warteschleife, bis sie endlich im Männermagazin abgebildet werden dürfen…

Ich habe mich damals gar nicht direkt als Playmate beworben, ich wollte einfach nur wunderschöne und sinnliche Akt-Fotos haben. Man möchte ja auch, dass Bilder dieser Art der absolute Wahnsinn sind. Zu dem Zeitpunkt gab es noch die „Cyber Girls“, also eine Unterstufe vom Playmate. Die Fotos sind nur für dich und ich meine noch für die Online-Abonnenten, aber letztendlich werden sie nicht gedruckt. Die Aufnahmen sind aber so schön geworden, dass sie mich gerne ins Heft nehmen wollten. Zu dem Zeitpunkt sollte es aber noch eine einmalige Sache sein. Ich hatte auch ein Bisschen Angst vor dem Shooting, denn letztendlich hatte ich so etwas ja auch noch nie gemacht und wusste nicht genau, was mich erwartet.

Wie gehst du mit dem Ruf des Playmates um? Es gibt sicherlich immer Leute, die dich belächeln, unterschätzen oder ungefragt ihre negative Meinung abgeben.

Vor dem Shooting habe ich niemanden gefragt, sondern für mich selbst entschieden, ob ich das möchte. Natürlich hole ich mir Meinungen von Menschen, die mir wichtig sind, aber letztendlich bin ich Diejenige, die entscheidet, was richtig für mich ist und ich muss damit klar kommen, was ich mache. Mit der Zeit habe ich mir auch ein dickes Fell zugelegt, dumme Sprüche prallen einfach an mir ab. Meine Familie steht hinter mir und ich muss sagen, der Playboy war die beste Entscheidung meines ganzen Lebens.

Angenommen du hättest die Option in einer „Playboy Mansion“ zu leben, würdest du es tun?

(c) Sven Heller

Ich glaube für mich ist es wichtig, dass ich immer mein eigenes Zuhause habe, von daher würde ich dort gerne zu Besuch kommen, aber eine von mehreren Frauen zu sein, das ist nichts für mich. Im letzten Sommer habe ich zum Beispiel auch geheiratet, wobei es für mich nie wichtig war, jung zu heiraten.

 

Wie sieht bei dir ein normaler Tag aus?

Ich reise unheimlich gerne, was sich natürlich immer noch super mit meinen Playboy-Aufträgen vereinbaren lässt. Allerdings bin ich selbstständig, was stets viel Akquise bedeutet, ich muss ständig Up-to-Date sein. Mein neuestes Projekt ist mein Youtube-Kanal „Wednesday is Men’s Day“

Zugegeben, ich habe überwiegend männliche Follower, die mir auch bei der Entstehung des Kanals geholfen haben. Jetzt kann man mein Leben und mich besser kennenlernen und ich meine Abonnenten auch immer ein Stückchen mitnehmen.

Es gibt doch sicherlich auch Menschen, die denken, als Playmate und Akt-Model bist du zu allem bereit.

Dieser Job ist meiner Meinung nach nichts für Frauen, die jeden Kommentar durchlesen und sich alles zu Herzen nehmen. Ich blende das aus, viele Hater denken wahrscheinlich gar nicht darüber nach, was sie sagen oder dass sie beleidigen. Ich liebe mein Leben, ich liebe meine Arbeit und werde dafür auch noch bezahlt – die Menschen, die das nicht akzeptieren wollen und unter die Gürtellinie gehen, die sind mir absolut egal. Mit Vorurteilen umzugehen habe ich durch die Zeit gelernt und es hat mich einfach stärker gemacht. Ich glaube, Neider sind eher unglücklich mit sich selbst, meine Philosophie ist eher „Leben und leben lassen“.

Auf deinem Instagram-Account bist du häufig sexy zu sehen, von welcher Seite präsentierst du dich noch?

Klar, viele Fotos von mir sind sehr erotisch. Aber auch ich bin nicht perfekt, welche Frau ist das schon. Und genau das möchte ich auch zeigen: Mal ungeschminkt, normal gekleidet, im Alltag. Ich versuche das gut zu kompensieren.

Bunny ja – aber würdest du auch einen Porno drehen?

Nein. Aktfotografie und Pornofilme, dazwischen liegen Welten.

 

von Kimberley Schulz

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