GZSZ-Star Janina Uhse im Interview

Schauspielerin Janina Uhse spielt seit sieben Jahren die Rolle der Jasmin Flemming in der RTL-Daily Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"

Foto: RTL / Bernd Jaworek

Schauspielerin Janina Uhse spielte als Kind bei „Die Kinder vom Alstertal“ mit. Seit 2008 steht sie für die RTL-Daily Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ vor der Kamera. HAMBURG WOMAN-Redakteurin Deborah, seit vielen Jahren großer GZSZ-Fan, sprach mit ihr über die Arbeit als Schauspielerin, Hamburg und ihre Zukunftspläne!

HAMBURG WOMAN: Als junges Mädchen hast Du in einigen Folgen von „Die Kinder vom Alstertal“ mitgespielt – hast Du Erinnerungen an den Dreh?
Janina Uhse: Ach, total. Das waren so meine ersten Dreh-Erfahrungen, da war ich 12 Jahre alt und ich bin immer mit meiner Mama nach Soltau gefahren. Da haben wir dann „Die Kinder vom Alstertal“ gedreht. Das war eine ganz großartige Zeit. Das war dann auch meistens in den Ferien und dann haben wir schön auf einem Bauernhof gedreht, das war ganz, ganz toll!
Gedreht wurde in Soltau und in der Speicherstadt. Aber dadurch, dass ich natürlich ein Nordlicht bin – Ich komme ursprünglich aus Heide und ich bin in Husum geboren – habe ich natürlich eine Verbindung zu Hamburg.

Hast Du Lieblingsorte in der Stadt?
Oh, ich mag Eppendorf sehr, sehr gerne. Da gibt’s die Eppendorfer Landstraße – ich liebe es, da einfach langzubummeln. Und natürlich die Binnenalster, da gibt es mehrere schöne Orte. Hamburg hat auch tolle Restaurants zu bieten. Also, ich freue mich jedes Mal, wenn ich nach Hamburg komme!

Bei GZSZ spielst Du jetzt seit sieben Jahren Jasmin, die auch gerne launisch oder zickig sein kann – wie ist es für Dich, so eine Rolle zu spielen?
Naja, sie ist ja nicht unbegründet launisch und zickig (lacht).
Aber tatsächlich ist es für mich immer eine gute Herausforderung. Wenn man immer nur monoton spielt und immer alles toll findet, dann ist es für mich als Schauspielerin natürlich teilweise sehr langweilig. Deswegen freue ich mich immer, wenn die Drehbücher so geschrieben werden, dass ein bisschen Trouble ist, dass man ein bisschen was zu spielen hat.
Also von daher finde ich das ganz gut. Konflikte sind immer gut! Und davon lebt so eine tägliche Serie natürlich auch. Ohne Konflikte hätte der Zuschauer wahrscheinlich auch keinen Spaß, zuzuschauen.

Jasmin ist jetzt mit einer Frau zusammen – war es eine Überwindung, das zu spielen?
Ich war tatsächlich erstmal ein bisschen baff als ich gehört habe, dass meine Rolle eine Frau lieben soll oder sich in eine Frau verlieben soll. Aber das ging dann relativ schnell. Meine Schauspielpartnerin, die Linda, die ist so nett und wir verstehen uns so gut, aber wir mussten uns da beide erstmal so ein bisschen rantasten.
Nach dem ersten Kuss war das irgendwie so „achso, läuft, ja cool“. Es war kein Unterschied, ob ich jetzt einen Mann oder eine Frau küsse. Am Set ist es der Mensch, der wichtig ist – da muss die Harmonie stimmen.

Jasmin war lange Modedesignerin und entdeckt das jetzt langsam wieder…
Jaaa, darüber freu ich mich sehr!

Hast Du da privat auch Verbindungen zu?
Also ich interessiere mich sehr für Mode, das auf jeden Fall, und ich gucke auch immer, was die neuesten Trends sind und was mir steht. Aber Schneidern und sowas, das kann ich leider gar nicht. Ich orientiere mich auch nur an den Trends, aber ich habe keine bestimmte Stilrichtung für mich.
Ich trage das, was mir gefällt und kombiniere und hole mir ganz viel Inspiration über Instagram und sämtliche andere Blogs.

Magst Du den Kleidungsstil von Jasmin? Gibt es Ähnlichkeiten?
Jasmin hat ihren Style ja jetzt schon zum dritten Mal über den Haufen geworfen und sich komplett neu orientiert.
Damals, als sie angefangen hat, kam sie mit Marlene-Hosen und mit Puff-Ärmelblusen in die Serie. Das hat mir tatsächlich ganz gut gefallen, aber das hatte nichts mit mir persönlich zu tun. Da war es immer so, dass ich wusste „Aha, jetzt bin ich Jasmin“, wenn ich in das Kostüm geschlüpft bin.
Dann, nach ihrer Rockstar-Liebe und –Ehe mit Kurt, trug sie mehr Leder, alles ein bisschen rockiger, ein bisschen abgefuckter auch. Das persönlich hat mir auch sehr, sehr gut gefallen und das trag ich natürlich auch – schwarz ist eine Farbe, die geht immer!
Und jetzt orientiert sie sich gerade wieder neu. Das ist schon ziemlich, ziemlich cool.

Das ist als Schauspielerin sicher auch schön, wenn die Rolle sich immer weiter wandelt…
Ach, total, ja! Ich habe jetzt auch darum gebeten. Ich habe jetzt, glaube ich, lange genug schwarz getragen und jetzt geht’s demnächst in eine andere Richtung, die mir persönlich auch sehr, sehr gut gefällt!

Was ist das Besondere an einer Daily Soap wie GZSZ?
Das Tolle als Schauspielerin ist einfach, dass man eine tägliche Beschäftigung hat, dass man gebraucht wird, im normalen Schauspiel-Alltag geht man zu Castings und dann wird entschieden, ob man die Rolle bekommt oder nicht. Wenn man gut im Business ist, dann hat man seine 30 bis 60 Drehtage im Jahr.
Das ist halt der Vorteil an einer täglichen Serie, dass man von Montag bis Freitag drehen darf!
Das ist das Tolle! Man kann sich immer wieder neu ausprobieren und auch die verschiedensten Facetten von sich zeigen.
Ich glaube in den sieben Jahren, die ich jetzt schon bei GZSZ bin, durfte ich so gut wie alles spielen. Von der Vergewaltigung, was natürlich ein ganz, ganz hartes Thema war, bis hin zur Modedesignerin mit einer Liebesgeschichte mit Dominik, Mutter-Tochter-Konflikt, in einen Rockstar verliebt sein, lesbisch – wo kann man sich so extrem ausprobieren? Das ist großartig!

Du bist ja in einer Schausteller-Familie aufgewachsen – was hast Du davon in den Beruf als Schauspielerin mitgenommen?
Dadurch bin ich sehr selbstständig geworden, weil ich natürlich auch schon früh mit anpacken musste. Das ist ein Familien-Unternehmen, da hilft jeder dem Anderen. Wenn die Mama für die Angestellten kocht, dann wird mit gekocht, wenn man in der Kasse gebraucht wird, dann sitzt man da und moderiert und verkauft Chips und fährt auch die Wagen von A nach B und bockt den Campingwagen auf.
Also sehr viel Selbstständigkeit und ich musste natürlich auch sehr schnell offen neuen Dingen gegenüber sein, weil ich damals wöchentlich die Schule gewechselt habe, ich musste mich immer auf neue Klassenkameraden einstellen, auf neue Lehrer, auf den neuen Unterrichtsstoff.
Ich glaube, das kommt mir sehr zu Gute, dass ich wirklich in jede Situation frisch rein gehen kann und keine Angst davor habe, sondern einfach mache.

Hast Du noch weitere Projekte außerhalb von GZSZ?
Ein großer, großer Plan ist es auf jeden Fall, meinen YouTube-Channel noch weiter zu befruchten. Ich hab seit ca. 5-6 Monaten einen eigenen YouTube-Channel und dafür drehe ich auch regelmäßig zu Hause, ich lade zwei Videos die Woche hoch. Das macht mir sehr, sehr viel Spaß und ich hab unglaublich viele Ideen, wie ich den Channel noch bereichern kann. Das ist so ein Riesen-Plan auf jeden Fall für mich dieses Jahr.
Dann gibt es natürlich immer noch so ein paar andere tolle Geschichten.
Ich bin zB Markenbotschafterin von SEAT, mit denen bin ich ganz oft unterwegs. Und auch ganz frisch: Ich bin Markenbotschafterin von Triumph! Dadurch bekommt man immer tolle Shootings und man kann sich noch mehr mit den einzelnen Marken beschäftigen und das ist für mich natürlich was ganz, ganz Tolles!

Was sind Deine persönlichen Träume und Wünsche für die Zukunft?
Ich liebe es, zu reisen und deswegen werde ich wahrscheinlich in Zukunft auch noch die eine oder andere Reise für mich selbst unternehmen, solange ich noch keine richtigen Abhängigkeiten in Form von Familie habe. Reisen ist noch ein ganz, ganz großes Thema bei mir!

Deborah Plachetka

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