Ganzkörpertraining: Sling Training

Schlingentraining in der Natur - Bäume können als Ankerpunkt dienen.

Schlingentraining in der Natur – Bäume können als Ankerpunkt dienen.
Foto: www.aerobis.com (CC BY-SA 3.0)

Im Deutschen auch Schlingentraining genannt, hat diese Sportart aus Skandinavien zu uns gefunden. Erfunden wurde das Training ursprünglich vor über 20 Jahren für die Physiotherapie. Randy Hetrick, Erfinder von TRX, einem Hersteller der für das Training benötigten Utensilien, wandte diese Trainingsmethode zunächst bei den US Navy SEALs an, heute ist sie bei der breiten Masse beliebt.

Mittlerweile wird das Training zwar auch noch in der Physiotherapie angewandt, man findet es jedoch mittlerweile häufig im Fitnessbereich. Die Übungen werden mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt, es gibt keine zusätzlichen Gewichte. Ein wichtiger Aspekt ist, dass nicht nur die Muskeln gekräftigt werden, sondern auch die Koordination der Muskeln durch das Training in der Instabilität gefördert wird. Zusätzlich wird die tiefliegende Muskulatur trainiert. Es handelt sich um eine Kombination aus Koordinations-, Kraft- und Stabilisierungstraining, wodurch gerade die Tiefenmuskulatur trainiert wird. Im Vergleich zum klassischen Krafttraining, bei dem immer nur eine bestimmte Muskelgruppe trainiert wird, liegt der Vorteil also darin, dass direkt mehrere Muskelpartien bzw. gesamte Muskelgruppen angesprochen werden.

Ein weiterer Vorteil findet sich darin, dass das Schlingentraining bei ausreichenden Platzmöglichkeiten auch zu Hause durchgeführt werden kann. Ebenso kann an der freien Luft mit den Schlingen trainiert werden. Benötigt werden dazu die Schlingen, die aber kein hohes Eigengewicht mit sich bringen (ca. 200 Gramm) sowie ein Ankerpunkt, der sich über Kopfhöhe befinden sollte. Im Freien können die Schlingen so um einen Ast gelegt werden, zu Hause bietet sich ein Karabinerhaken an der Decke an, der zusätzlich auch noch für eine Hängematte verwendet werden könnte.

Wichtig beim Schlingentraining, besonders am Anfang: Lasst euch von einem erfahrenen Trainer einweisen! Dadurch, dass für die Übungen eine hohe Stabilität im Rumpfbereich sowie generell eine hohe Stabilität im Körper benötigt wird, kann es für Anfänger nicht ganz ungefährlich sein. Führt deshalb zunächst die Übungen lieber mit einem Trainer durch, der euch Hilfestellung zur richtigen Haltung geben kann. Ansonsten kann es bei untrainierten Personen zu Verletzungen an den Gelenken sowie Muskeln, aber auch Knochen kommen.

Insgesamt gesehen bietet das Schlingentraining eine gute Möglichkeit, seinen ganzen Körper intensiv zu trainieren. Mit der richtigen Anleitung und einem guten Trainer fällt der Einstieg direkt viel leichter.

Deborah Plachetka

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