Frühlingsgefühle – nur ein Mythos?

Sonnenstrahlen, blühende Tulpen und Narzissen: Sinnbild des Frühlings! Mit den zarten Pflanzen sprießen auch wieder die Frühlingsgefühle. Aber gibt es sie wirklich oder sind sie Einbildung?

Der Frühling verzaubert! Denn mit den ersten Sonnenstrahlen kommen oft auch Schmetterlinge im Bauch.

Der Frühling verzaubert! Denn mit den ersten Sonnenstrahlen kommen oft auch Schmetterlinge im Bauch.

Mit steigenden Temperaturen steigt oftmals auch die Anzahl der turtelnden Pärchen in Parks und Cafés. Liegt das an den Frühlingsgefühlen? Oder bilden wir uns die nur ein? Ist es vielleicht sogar nur eine Wunschvorstellung, dass sich das andere Geschlecht im Frühling leichter erobern lässt?

Dass im Menschen Veränderungen vorgehen, ist bewiesen: Eine große Rolle spielt dabei die Sonne! Ihre Strahlen steigern die Produktion des Glückshormons Serotonin. Das stimmt und euphorisch und glücklich. Man verliebt sich in diesem Zustand schneller als sonst. Schmetterlinge im Bauch müssen also nicht eingebildet sein.

Das liegt auch an einem weiteren Faktor, dem Schlafhormon Melatonin. Es wird vermehrt während der dunklen Wintermonate produziert. Ärzte stellen fest, dass sich eine erhöhte Melatonin-Konzentration negativ auf die Stimmung auswirken kann, in manchen Fällen sogar Depressionen begünstigt.

Wenn es länger hell ist, fährt der Körper die Produktion herunter und wir sind besser gelaunt. Neben den hormonellen Einflüssen haben aber auch Umwelt-Faktoren eine große Wirkung: Wenn der Schnee verschwindet und der Boden anfängt, zu duften, fängt eine neue Jahreszeit an. Aufbruchsstimmung!
Dieser Duft kommt zwar noch nicht von blühenden Blumen, aber dennoch werden Erinnerungen wach, dass die Blütezeit und warme Frühlingstage nicht mehr weit entfernt sind. Diese Assoziationen wecken unsere Lebensgeister.

Aber auch optische Reize können für Frühlingsgefühle sorgen: Wir verbannen unsere Wintermäntel und Rollkragenpullover in die Schränke und holen Shirts und Shorts heraus. Das Aufblitzen von nackter Haut bringt erfreuliche Anblicke und lässt die Herzen höher schlagen!

Es gibt sie also wirklich, die Frühlingsgefühle. Aber haben sie auch konkrete Auswirkungen? Wohl nicht, denn laut Studien gibt es keine auffällige Steigerung der Sexualhormone und auch die meisten Kinder werden im Spätsommer bzw. um Weihnachten herum gezeugt.

mh

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