Die Saseler Schauspielerin Hanni Bergesch hat sich auf neues Terrain begeben. In der prominent besetzten Komödie „Mann im Spagat“ spielt sie nicht nur, sie hat den Streifen auch mitproduziert.

Zum Film: Cowboy verfolgt in Berlin-Kreuzberg die Mission, den Weltatem zu reinigen. Da stinkt es ihm gewaltig, dass Tschick McQueen und Partnerin Angel (Hanni Bergesch) gegenüber einen Autokurierdienst eröffnen. Nun plant mit einem eigenen Fahrradkurierdienst dagegen zu halten, muss aber nebenbei auch seine Mutter in einem Altenheim für „BestAgerGutverdiener“ unterbringen.

Mann im Spagat ist am 8.6. in den deutschen Kinos angelaufen. Vorstellungen im 3001 Kino am 18.6., um 20:30 Uhr, und 23.6., um 21 Uhr. Im Herbst ist der Film auf Netflix verfügbar.

HAMBURG WOMAN: Das Alstertal ist Ihre Wahlheimat. Was gefällt Ihnen hier besonders?

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Liebt unser grünes Alstertal – Schauspielerin und Mitproduzentin Hanni Bergesch. © Nina Muska

Hanni Bergesch: Im Alstertal gibt es viel Grün, die Straßen sind breiter als im Zentrum. Deswegen ist man hier entspannter unterwegs, als in der Schanze, in der es sehr chaotisch ist. Es fasziniert mich auch, dass man immer Wasser in der Nähe hat. Besonders gerne gehe ich im Naturschutzgebiet Hainesch-Iland spazieren.

Wie oft können Sie hier sein?

Ich bin leider viel unterwegs. Gerade habe ich in Mannheim für den Pharmakonzern Roche eine internationale Kampagne gedreht. Es ging um eine App, mit der Diabetiker ihre Blutzuckerwerte managen können. In den letzten Monaten war ich leider zu selten hier.

Werbung für eine gute Sache. Nun zum Film – beschreiben Sie kurz Ihre Rolle?

Angel ist die Partnerin von Tschick McQueen und macht eine starke Entwicklung durch. Weil sie am Anfang glaubt, dass Cowboy den Kurierdienst von McQueen ruinieren will, ist sie zunächst gegen ihn, verliebt sich aber später in Cowboy und unterstützt ihn bei der Suche nach dem perfekten Altenheim.

Welche Art von Humor erwartet die Zuschauer in der Komödie?

Cowboy gibt in den unterschiedlichen, absurden Situationen immer wieder kurze, prägnante Antworten, die sehr komisch sind. Es ist ein trockener, fast englischer, Humor.

Der Film ist prominent besetzt. Mit wem hat die Zusammenarbeit besonderen Spaß gemacht?

Mit Clemens Schick. Er ist international engagiert, war in einem James Bond-Film dabei. Wir haben eine Szene gedreht, in der Angel wütend nach Hause kommt, als er gerade Yoga macht, um seinen Ärger über Cowboy loszuwerden. Er sollte bei den Atemübungen schnarchen und musste dabei so lachen, dass wir die Szene oft drehen mussten.

Was hat es eigentlich mit dem Spagat auf sich?

Der Spagat ist ein Symbol für eine schwierige Entscheidung, wenn man innerlich zweigeteilt ist. Timo Jacobs musste sechs Monate trainieren, um den Spagat machen zu können.

Respekt für diesen Ehrgeiz! Die Weltpremiere war im April 2016. Was hat den Kinostart verzögert?

Wir mussten nach Abschluss der Dreharbeiten noch einen Verleiher finden. Mit der Weltpremiere haben wird letztes Jahr das Festival „Achtung Berlin“ eröffnet. Die war sehr gut besucht, es sind gar nicht alle reingekommen.

Mit welchen Argumenten würden Sie den Film empfehlen?

Wer einfach mal etwas Unerwartetes bekommen will, sollte „Mann im Spagat“ ansehen. Denn es ist keine durchschnittliche Kinoproduktion. Es ist aber auch entspannende Unterhaltung, bei der es viel zu lachen gibt. Man kann im Film außerdem gut sehen, wie man mit einfachen Mitteln etwas Neues schaffen kann. Besonders ist auch, dass alle Nebenrollen (Meret Becker und Olli Schulz) sehr lebendig sind. Beispielsweise der Teufel vom Hermannplatz, den Claude-Oliver Rudolph („Das Boot“) spielt.

Text: Wolfgang Wagner

Foto: Dominik Friebel

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