DIY: Muschel-Mobile

Muschel-MobileWer Kinder hat weiß, wie schnell sich nach einem Strandtag sehr, sehr viele Muscheln in diversen Sandförmchen, Eimerchen und Taschen ansammeln. Die meisten schaffen auch den Weg nach Hause. Was dann machen mit denen, die den Transport im Ganzen überstanden haben? Wie wäre es mit einem selbstgemachten Muschel-Mobile aus – na klar, Muscheln – und kleinen Treibgut-Ästchen? Auch letztere werden von fleißigen Kinderhänden – zumindest von meinem Sohn – angeschleppt.
Bei uns hängt seit längerem so eine Kreation auf dem Balkon und schaukelt leicht im Wind, sieht mit seinem weichen und hellen Holz echt klasse aus und erinnert an die Ferien. Die Hauptbestandteile stammen nämlich aus einem Dänemarkurlaub und vom Strand von St. Peter-Ording. Unser Mobile besteht aus drei Ästen, 13 Herz-Muscheln und einem kleinen flachen Stein. Das kann nach Fundlage natürlich auch gut variiert werden. Man benötigt weniger „Zutaten“ als man denkt und auch die Herstellung ist nicht kompliziert.

mobile tBestandteile: Muscheln, z.B. 10 -15 Herzmuscheln. Die eignen sich gut, denn sie besitzen eine relativ dicke Schale / Treibgut-Ästchen: in unserem Fall drei – ein langes und zwei kurze / Paketband / bei Bedarf ein flacher Stein

Benötigtes Werkzeug: Eine Bohrmaschine und ein dünner Holz-Bohrer (in meinem Fall hatte er 3 mm Durchmesser, für den Stein habe ich einen Betonbohrer genommen) / ein altes Holzbrett zum Unterlegen / eventuell eine Säge, um die Ästchen bei Bedarf einzukürzen

Ran ans Werk: Als erstes müssen drei Löcher in den längsten Ast gebohrt werden. Eines genau in der Mitte und zwei im gleichen Winkel am Rand. Mit den beiden kleinen Ästchen wird genauso verfahren. Dann vom Paketband einen langen Faden abschneiden und durch das mittlere Loch des langen Astes fädeln. Er dient zum Aufhängen des Mobiles. Länge selbst bestimmen.

Jetzt könnte man unten am Ende des Bands zum Aufhängen einfach einen Knoten machen (ein Acht-Knoten bietet sich an). Ich habe einen flachen länglichen Strand-Fund-Stein meines Sohnes genommen und ein Loch hineingebohrt. Nach dem Knoten im Band etwas Faden lassen. Durch den Stein, Knoten rein und schon hängt der Stein! Jetzt zwei Fäden durch die äußeren Löcher. Wieder mit Knoten versehen und durch die mittleren Löcher der kleinen Äste fädeln. Unten Knoten rein und gut.

Dann die Muscheln auf die Holzunterlage legen und vorsichtig kurz hinter der Spitze ein Loch bohren. Damit sie nicht zerbrechen, den Bohrer auf eine geringe Umdrehung einstellen und die Muschel mit der Unterseite plan auf das Holz legen. Trotz aller Vorsicht haben nicht alle das Prozedere überstanden. Die Muscheln dann in gewünschter Reihenfolge (Größe) auf Paketband fädeln. Den Abstand ebenfalls mit Knoten bestimmen. Das obere Ende durch die äußeren Löcher der kleinen Äste fädeln, wie immer Knoten rein und fertig.

Die einzige Schwierigkeit besteht nun darin, dass beide Seiten gleichschwer sind, damit sie sich die Waage halten. Deswegen sind bei mir auf einer Seite 6 und auf der anderen ungeplant 7 Muscheln gelandet. Mit ein bisschen Probieren – wegen des Gewichts der Muscheln – kam es dann hin. Aufhängen und fertig!

Text und Fotos: Kai Wehl

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