Es ist wohl das am häufigsten gezeichnete Architekturobjekt mit der größten Bandbreite an Gestaltungs-Möglichkeiten: das Einfamilienhaus. Was alles gehen kann, zeigt das neue Buch „Ausgezeichnete Einfamilienhäuser“, das prämierte Objekte des seit 2004 vergebenen „HÄUSER-Awards“ präsentiert. Wir zeigen daraus ein spannend konzipiertes Gebäude aus Griechenland: ein Wohnhaus bei Megara.

Wie eine kleine Trutzburg wirkt ein 180 Quadratmeter Wohnfläche beinhaltendes Betondreieck zwischen Olivenhainen und Bergen, zu deren weichen Linien die Scharfkantigkeit der Wände einen schönen Kontrast bildet. „Die Idee des Dreiecks ergab sich aus der Grundstücksituation heraus: Das Haus öffnet sich wie ein Trichter Richtung Norden und orientiert sich ganz auf die gegenüberliegende Bergkulisse“, erklären die ausführenden Architekten von tense architecture network. Das fand die Jury sehr gelungen und verlieh ihnen für ihr Werk einen dritten Preis. Begründung unter anderem: „Der spektakulären Landschaft setzten die Architekten einen massiven, skultural geformeten Solitär entgegen.“ Der nachts aus der Ferne betrachtet wie ein glitzernder Diamant in einer weiten Tiefebene Griechenlands anmutet. Dieses Wohnhaus bei Megara/Attika ist nur eines der prämierten Objekte des letztjährigen „HÄUSER-Awards“, einem der renommiertesten Architekturpreise Europas. So wundert es nicht, dass pro Jahr über 100 Architekten des Kontinents ihre  Entwürfe einsenden. 20 Sieger des Wettbewerbes stellt die Autorin und Architektin Bettina Hintze nun in dem Buch „Ausgezeichnete Einfamilienhäuser“ vor. So unterschiedlich sie auch sind, seien es Baumaterial, Form oder Gestalt, eines wird deutlich, Offenheit und Transparenz sind gefragt. Viele der Entwürfe verfügen über große Fensterfronten, lassen viel Licht herein und machen die Landschaft drumherum zur „integrierten“ Kulisse. Fazit: Sehenswerte architektonische Highlights, die zum Träumen einladen, aber auch Anregungen für das eigene Wohnen liefern.

Beitragsbild: Weitblick: Wer in der Küche aus Mahagoni steht, darf dabei viel von der Landschaft genießen. © Petros Perakis, www.petrosperakis.com 

Text: Kai Wehl

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