Auf Spitze an die Spitze – Start der Hamburger Balletttage

Die Poppenbüttelerin Elena (vorne) während ihres Trainings in der Ballettschule Hamburg Ballett. Sie besucht derzeit die Ausbildungsklasse IV.

Die Poppenbüttelerin Elena (vorne) während ihres Trainings in der Ballettschule Hamburg Ballett. Sie besucht derzeit die Ausbildungsklasse IV.

Anlässlich der am 28. Juni startenden 41. Hamburger Ballett-Tage wollen wir herausfinden, was am Ballett so faszinierend ist. Wir sprachen mit der Poppenbüttelerin Elena (13) über ihren Traum, eine Ballerina zu werden.

Redakteurin Valeska

Redakteurin Valeska

Wir treffen Elena in der Ballettschule des Hamburg Ballett von John Neumeier. Sie ist ein wenig verschwitzt, da sie direkt vom Training kommt. „Ballett ist eine stille Kunst“, schwärmt die 13-Jährige, die von den fließenden Bewegungen des Balletts fasziniert ist.
„Wenn man beim Ballett zuguckt, ist es, als wäre man in einem Traum und nicht mehr in der Realität.“ Um die fließenden Bewegungen perfekt hinzubekommen, opfert Elena viel Freizeit und trainiert hart. Von Mo.-Sa. hat sie täglich bis zu zwei Stunden Training. Krafttraining und Charaktertanz komplettieren den Trainingsplan. Das Fach „Charaktertanz“ entführt die Schüler in traditionelle (Volks-)Tänze. Ziel ist es den tänzerischen Horizont der Kinder durch zusätzliche andere Bewegungen und Rhythmen zu erweitern.
Inspiriert von Kinder-Ballett-Bilderbüchern und ihrer Oma -„Sie hat mir immer erzählt wie ihr Leben als Profitänzerin war. Das hat mich sehr fasziniert und wir haben Ballettunterricht gespielt.“- nimmt Elena seit ihrem 5. Lebensjahr Ballettunterricht. An der Ballettschule des Hamburg Ballett ist Elena seit Anfang 2009. „Hier in der Ballettschule sind wir alle Freundinnen“, es ist wie ein zweites Zuhause für Elena.

Mit ihrer Klasse, die Ausbildungsklasse 4 geht sie auch 1-2 Mal im Jahr in die Staatsoper, um Ballettaufführungen anzusehen. Auf die Frage, ob sie die getanzten Geschichten denn verstehe, lächelt Elena mich an: „Ich glaube am Ende habe ich alles verstanden. Man denkt sich vielleicht oft auch noch seinen eigenen Part dazu, aber als Balletttänzerin versteht man die Bewegungen schon ganz gut.“ Für ihr Alter ist Elena sehr reif. Sie weiß, dass sie durch Schule und Training kaum Freizeit hat und beklagt sich nicht. Vielmehr hat sie ihren Traum vor Augen irgendwann in der Zukunft die Hauptrolle in ihrem Lieblingsstück „Die Kameliendame“ tanzen zu dürfen und ist für jede Kritik ihrer Lehrer(-innen) dankbar. „Wenn ich nie eine Korrektur bekomme, weiß ich nicht, was ich verbessern kann. Eine Korrektur sollte einen nicht runterziehen, sondern weiterbringen.“
Momentan besucht sie die 8. Klasse (CvO) und strebt die mittlere Reife an. Danach möchte sie es in die Theaterklassen der Ballettschule des Hamburg Ballett schaffen, um den staatlich anerkannten Berufsfachschul-Abschluss zu machen.
Valeska Fuhlenbrok

Seit 1975 finden zum Ende der Spielzeit die Hamburger Ballett-Tage in der Hamburgischen Staatsoper statt. Sie beginnen mit der Premiere zu „Peer Gynt“ und enden traditionell mit der „Nijinsky-Gala“.

Über den Autor

Hinterlasse eine Antwort