Aktiv gegen Allergien

Expertentipp von Dr. med. Armin Mechkat, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Stimm- und Sprachstörungen und Gründer von Hanse HNO in Winterhude

Wissen Sie, worauf ich allergisch reagiere? Auf Menschen, die Allergien bagatellisieren. In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Allergiker. Tendenz steigend. Und obwohl immer mehr Betroffene unter Augenjucken, Reizhusten, Atemstörungen, Niesattacken und Co. leiden und nur mit Hilfe von Medikamenten ihren Alltag bestreiten, werden ihre Beschwerden oft nur belächelt. Das ist schade, denn unter einer Allergie zu leiden bedeutet nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern kann unbehandelt sogar zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie beispielsweise Asthma führen.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der Herbstanfang ist genau die richtige Zeit, um mit einer Hyposensibilisierung aktiv zu werden. Die subkutane Immuntherapie (SCIT) ist bislang die einzige wirksame Behandlung für Menschen, die auf Pollen, Hausstaubmilben, Katzenhaare, Schimmelpilze und Insektengift allergisch reagieren.
Kleiner Pieks, große Wirkung: Mit einer sehr feinen Nadel werden unter die Haut des Oberarms minimale Mengen des Allergens verabreicht. Das Immunsystem wird so langsam an den Auslöser gewöhnt.
Die Behandlung erfolgt zunächst einmal wöchentlich, später nur noch alle vier bis acht Wochen. Nach circa drei Jahren reagiert das Immunsystem nicht mehr überempfindlich auf das Allergen. Erste Besserungen zeigen sich aber schon nach einigen Monaten.
Nutzen Sie die pollenfreie Zeit und lassen sich beraten – es geht um Ihre Gesundheit! Übrigens: Die Kosten für die Hyposensibilisierung übernimmt die Krankenkasse.

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