Jeder Bürger kann sich für Flüchtlinge stark machen und gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit äußern. Dass das nicht schwer ist, zeigt uns der 20-jährige Max-Fabian. Er hat die Aktion „Stimmen des Nordens“ ins Leben gerufen. Mittlerweile hat er über 70 prominente Stimmen zusammengesammelt.

Max-Fabian Wolff-Jürgens hat die Nase gestrichen voll von den rassistischen Bemerkungen, Hetzparolen und furchtbaren Brandattacken gegen Flüchtlinge, die sich in letzter Zeit in ganz Deutschland ereignen. Aus diesem Grund hat der Hamburger Schauspielstudent vor kurzem die Initiative „Stimmen des Nordens – gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ gegründet. Schon 2012 hat er seine 1. Initiative „Jung gegen Rechts“ gegründet. Im gleichen Jahr wurde der Trägerverein APROTO e.V. – Aktionen und Projekte pro Toleranz ins Leben gerufen. APROTO kümmert sich intensiv um die Förderung von Toleranz, Demokratieverständnis und Geschichtsbewusstsein. Max-Fabian möchte darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sich für Toleranz starkzumachen und den rechtsradikalen Gedankengut und Fremdenhass Paroli zu bieten.
Seine Idee ist es, ein Video-Selfie zu machen und den Menschen mitzuteilen, wie man die derzeitige Lage der Flüchtlinge beurteilt.
Mitteilen kann sich jeder Otto Normalverbraucher, bis hin zur prominenten Persönlichkeit. Mittlerweile hat der 20-Jährige Max-Fabian schon über 70 prominente Stimmen gesammelt. Darunter auch Micaela Schäfer, Jörg Pilawa und Roger Cicero. Der Winterhuder Sänger Roger Cicero sagt in seiner Video-Selfie-Botschaft: „Im Moment macht es mich wirklich traurig, betroffen und wütend, mit was für einer Selbstverständlichkeit in letzter Zeit rechtspopulistische Meinungen geäußert werden und was für eine Unverfrorenheit herrscht. Und Leute nicht mal mehr der Meinung sind, sie müssten sich dafür verstecken. Das widert mich an und ich finde es wirklich schlimm, dass es momentan so eine Dynamik zu beobachten gibt. Dass das vor allem auf dem Rücken von sehr armen, bemitleidenswerten Menschen stattfindet, die nichts anderes brauchen, als unsere Hilfe. Die ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Kinder gefährden, weil sie flüchten müssen. Das machen die nicht freiwillig. Ich hoffe, dass das ganz schnell vorbei geht. Ich schäme mich wirklich, dass einige Leute in diesem Land auf so eine widerwärtige Weise damit umgehen.“

 

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Max-Fabian Wolff-Jürgens ist der
Gründer des Vereins
„Stimmen des Nordens“.

 

1.(c)Mathias Bothor
Roger Cicero hat kein Verständnis für die
derzeitig negativen Meinungen zur
Flüchtlingslage und appelliert an
Toleranz und Menschlichkeit.

 

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Micaela Schäfer musste sich früh
mit Ausländerfeindlichkeit auseinandersetzen
und macht sich seither stark für mehr Toleranz.

 

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Lilo Wanders möchte am liebsten
ganz Deutschland an der Aktion
teilhaben lassen.

 

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Gunter Gabriel und Carlo von
Tiedemann
(v.l.) liegt die aktuelle
Flüchtlingslage sehr am Herzen.
Carlo Tiedemann war der erste
promineten Unterstützer der Aktion
„Stimmen des Nordens“.

 

Fotos: Mathias Bothor (Beitragsbild Roger Cicero); Julia Ulbrich

(Titelbild: Prominente Hamburger wie Lilo Wanders (3. v.l.), Micaela Schäfer (5. v.l.)
Gunter Gabriel (7 v.l.), Carlo von Tiedemann (8. v.l.)und Jörg Pilawa (2. v. r.)
unterstützen den Verein „Stimmen des Nordens“.)

Julia

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