Abwechslung in Amsterdam

Grachten, Tulpen, viel Kultur: Das ist Amsterdam. Aber die niederländische Hauptstadt hat noch einiges mehr zu bieten!

Geschätzt 881.000 Fahrräder besitzen die Amsterdamer zusammen – bei 799,442 Einwohnern (2,3 Millionen in der Metropolregion) ist das eine stattliche Zahl. 58% der Einwohner benutzen täglich den Drahtesel. Also ist ein Besucher der niederländischen Hauptstadt gut beraten, sein eigenes Rad mitzubringen oder eines vor Ort zu leihen.Die Stadt ist durchzogen von einem engen Netz an Radwegen, das bis in die angrenzenden Gemeinden reicht.

Auch auf anderen Feldern ist die Stadt wegweisend: Beispielsweise ist es eine Hauptstadt der Graffiti-Bewegung. Seit den Anfängen in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts beeinflussen Amsterdamer Sprayer die Graffiti-Kunst immens. Einige Anbieter veranstalten Touren zu bedeutenden Werken der Amsterdamer Streetart-Kunst. Mehrere neue Galerien spezialisieren sich auf Underground-Street-Art.

Auch Reisende mit einem klassischen Kulturgeschmack bekommen bekanntlich in Amsterdam vieles geboten. Insgesamt 75 Museen hat die Stadt zu bieten, darauf verteilt 22 Gemälde von Rembrandt und 207 Werke Van Goghs. Bei Madame Tussaud sind 140 prominente Wachsfiguren zu bestaunen. 55 Theater und Konzertgebäude locken Freunde der darstellenden Kunst.

Doch auch außerhalb der typischen Attraktionen hat die Stadt einiges zu bieten: So etwa die Amsterdamer Chinatown, die zwischen dem Nieuwmarkt und dem Rotlichtviertel liegt. Gegründet am Anfang des 20. Jahrhunderts, ist es das älteste chinesische Viertel auf dem europäischen Festland.

Etwas südlich vom Zentrum liegt de Pijp. Früher eine Arbeitersiedlung, ist das Viertel nun zu einer trendigen Nachbarschaft geworden. Berühmt ist vor allem der Albert Cuyp-Markt. Dieser tägliche Markt bietet seine Waren schon seit mehr als einem Jahrhundert an – ob Meeresfrüchte, Fleisch, Käse oder Blumen und Kleidungsstücke. Auch sonst glänzt de Pijp durch trendige Shops, Cafés und Restaurants.

Ebenfalls interessant ist die „HafenCity Amsterdams“: Der Zuidas-Distrikt (Zuidas bedeutet wörtlich „Südachse“) ist ein schnell wachsender Geschäftsbezirk im Süden des Stadtzentrums in der Nähe des Flughafens Schiphol. Vorbilder für den Central Business District waren Canary Wharf in London und La Défense in Paris. Über 700 Unternehmen haben sich im Zuidas-Distrikt angesiedelt, darunter Namen wie Google, die ING Group, ABN-Amro und Akzo Nobel. Die Grundfläche der Zuidas beträgt 225 Hektar, soll aber auf 270 Hektar erweitert werden.

Das Amsterdamer World Trade Center wurde 1985 eröffnet und von 1998-2004 renoviert. Besonders ins Auge stechen auch die beiden Wolkenkratzer „Amsterdam Symphony“. Der eine, 105 Meter hoch, beherbergt Wohnungen, während sich in seinem 97 Meter messenden Partner Büroräumlichkeiten befinden. Insgesamt sollen bis zur Fertigstellung 2040 zwischen 8.000 und 9.000 Wohnungen in der Zuidas entstehen; aktuell bestehen schon fast 600 davon.

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