5 Tipps für ein gesundes Sonnenbad

Die Haut als unser größtes Körperorgan schützt uns vor der Außenwelt – eine flexible Hülle, die dehnbar und elastisch ist. Aber sie ist als unser Schutzmantel auch allen äußeren Einflüssen ausgesetzt und damit auch den Sonnenstrahlen. Sie wärmen und bräunen uns, sind aber auch schädlich: HAMBURG WOMAN sagt, worauf Sie achten sollten.

1) Auf die Menge kommt es an

Die meisten Menschen gehen viel zu sparsam mit der Sonnencreme um. Nur ein hoher Lichtschutzfaktor alleine reicht nicht aus, um optimal vor UV-Strahlung geschützt zu sein. Besser großzügig auftragen und darauf achten, alle der Sonne ausgesetzten Hautpartien einzucremen. Die Ohrmuscheln werden beispielsweise oft vergessen. Experten gehen davon aus, dass ein 80 Kilo schwerer Mann 40 Gramm Creme benötigt. Cremt man zu wenig, so suggeriert ein hoher Lichtschutzfaktor Schutz, den der Verbraucher gar nicht erreicht. Hautärzte raten zum maximalen Lichtschutzfaktor 30, mit dem der Sonnenhungrige ausreichend geblockt ist. Das ist die magische Zahl, weil LSF 50 nur unwesentlich mehr bringt. Fazit: Lieber also einen Faktor 30 gut aufgetragen als von einem Lichtschutzfaktor 50 zu wenig zu verwenden.

2) Gesundheit durch Vitamin-D

Das Thema Sonne ist sehr komplex. Es gibt doch nichts Schöneres, als in der Natur zu sein und die Sonne auf der Haut zu spüren. Manche von uns werden dabei so richtig euphorisch. Wohl dosiert und richtig geschützt kann sie sogar die Befindlichkeit des Menschen und seine Gesundheit stärken. Je heller die Haut, desto besser wird die Sonnenstrahlung für die Vitamin-D-Produktion genutzt. Dieses Sonnenhormon ist lebenswichtig. Etwa 60 Prozent der Bundesbürger sind jedoch unterversorgt, schätzen Hautexperten. Vitamin D trägt zum Knochenaufbau bei und stärkt das Immunsystem. Wer langsam bräunt, hält die Schäden der Haut gering. Deshalb die Haut langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen und die ersten Urlaubstage lieber mit Hut und Sonnenbrille im Schatten verbringen. Vor allem in der Mittagszeit sollte die Sonne gemieden werden.

3) Sinnvoller Trend, nicht nur für Kinder

In den vergangenen Jahren hat sich UV-Schutzkleidung immer stärker durchgesetzt. Diese Bekleidung ist besonders für Eltern von Kleinkindern eine Erleichterung, da in vielen Familien das Eincremen einem Wettbewerb im Schlammcatchen gleicht. Außerdem kann man davon ausgehen, dass der angegebene Lichtschutzfaktor nicht – wie bei Sonnencreme – im Laufe des Tages abnimmt. Kleidung mit Lichtschutzfaktor ist also ein durchaus sinnvoller Trend – nicht nur für die Kleinen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten! Ist die Kleidung beim Baden nass geworden oder liegt sie zu eng an, wird der angegebene Lichtschutzfaktor nicht erreicht. Man sollte deshalb zu klein gewordene Stücke großzügig aussortieren – auch wenn die Kinder dank der Stretch-Eigenschaften des Materials oft noch hineinpassen.

4) Kein guter UV-Schutz

Viele Frauen glauben, dass ein Besuch im Sonnenstudio vor Schäden durch die Sonne schützt. Aber, die Sonne schickt UVB-Strahlen auf die Erde. Die Sonnenbank produziert jedoch UVA-Strahlen, wodurch keine Lichtschwiele entsteht, die einen hauteigenen Sonnenschutz produzieren kann. Man holt sich im Solarium also nur eine Art Pseudoschutz. „Mit diesem vermeintlichen Freifahrtschein fahren einige Menschen in die Sonne, ohne zu bedenken, dass sie zwar ‚sonnengebräunt‘ durch die Sonnenbank sind, aber keinen guten UV-Schutz haben“, sagt der Dermatologe Prof. Volker Steinkraus. Die Sonnenbank hat allenfalls eine Bedeutung für das psychische Wohlbefinden. Dennoch: Die langwelligen UVA-Strahlen auf der Sonnenbank fördern die Hautalterung, weil sie am tiefsten in die Haut eindringen. Das zeigt sich durch Falten und den Verlust an Elastizität.

5) Hautcheck bringt Sicherheit

Eine gebräunte Haut gilt heutzutage als schön und gesund. Doch die Haut vergisst nichts – noch Jahre später kann es zur Entwicklung von Hautkrebs kommen. Allen voran gilt, Veränderungen zu registrieren. Das kann jeder selbst oder mithilfe des Partners. Und wenn sich eine Veränderung der Haut zeigt, sollte sofort ein Hautarzt konsultiert werden. Im Übrigen ist es generell empfehlenswert, sich regelmäßig beim Hautarzt einem Hautcheck zu unterziehen. Dabei werden Muttermale mit einem Auflichtmikroskop oder mithilfe eines Computers stark vergrößert dargestellt und vermessen. So können Symmetrie, Ränder sowie unterschiedliche Farbnuancen des Muttermals genau beurteilt werden. Zudem können auffällige Veränderungen der Haut rechtzeitig erkannt werden.

Nicola Sieverling

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